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Liebe Leserinnen und Leser,
die Fußball-Weltmeisterschaft startet heute. Dieses Großereignis ruft in mir die Erinnerung an das einstmals bahnbrechende Sturmduo der uruguayischen Nationalmannschaft Luis Suárez und Edinson Cavani hervor und wie die beiden ausgelassen wie junge Hunde über das Spielfeld tobten. Wenn Fußball doch nur immer so großartig wäre! Eine ganz ähnliche „Spielfreude“ habe ich vor Kurzem bei zwei Tierärztinnen einer großen Tierklinik wahrgenommen, mit denen ich ein Interview geführt habe. Dabei war die Begeisterung der Kolleginnen für ihr jeweiliges Fachgebiet deutlich zu spüren – und auch ihre große Liebe zu den tierischen Patienten. Ich habe im Stillen gedacht, wie gut, dass die beiden trotz mancher derzeitigen Widrigkeiten ihren Weg gehen. Und damit das so bleibt, braucht es starke Frauen als Lehrmeisterinnen – wie etwa Prof. Christa Thöne-Reineke von der FU Berlin. Die Tierärztin und Wissenschaftlerin wurde für ihr langjähriges Engagement für mehr Tierwohl in der Forschung mit dem Ursula M. Händel-Tierschutzpreis ausgezeichnet, den sie sich mit Prof. Birgit Schittek von der Universität Tübingen teilt. Mit einem Preisgeld von derzeit 80.000 Euro ist er der höchst dotierte Forschungspreis dieser Art in Deutschland. Herzlichen Glückwunsch zu dieser renommierten Auszeichnung!
Am 8. Juni war Welttag der Ozeane. Dieses Datum sollte uns nicht erst seit dem tragischen Schicksal des Wals „Timmy“ zum Nachdenken anregen, nun aber vielleicht umso mehr. Forschende stellten nun in einer aktuellen Studie fest, dass die Biodiversität in der Tiefsee deutlich vielfältiger sein könnte als bisher vermutet. Sie verweisen auf die große Bedeutung, aber auch die Herausforderungen des Meeresschutzes. Außerdem in unseren Kurznachrichten zu lesen: Niedersachsen geht voran und untersagt als erstes Bundesland die Anbindehaltung für Rinder. Nachahmung stark erwünscht. Spannende Neuigkeiten zu Virusinfektionen bei Pflanzen: Forschende konnten zeigen, dass eine zu starke Immunreaktion – ähnlich wie beim Menschen – mehr Schaden anrichten kann als Nutzen. Und bei der JLU Gießen gibt es noch freie Plätze im Zertifikatskurs „Tiergestützte Dienstleistungen“.
Morgen beginnt die 26. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Veterinärdermatologie in Düsseldorf. Das Programm reicht von Seminaren zur Allergenspezifischen Immuntherapie und Otitis externa über die schlimmsten Albträume zu Pfotenerkrankungen von Dr. Brett Wildermuth und über Pseudomonas-Ohrinfektionen von Dr. Sue Paterson bis hin zur dermatologisch relevanten Endokrinologie des Hundes, die Dr. Christiane Stengel erläutern wird. Dr. Petra Kölle von der LMU München wird unter anderem die Frage erörtern: „Kann man sein Tier vegetarisch oder vegan ernähren?“, die vielen aus dem Praxisalltag nur zu gut vertraut sein dürfte. Die Location, die Rheinterrasse, ist – wie der Name vermuten lässt – direkt am Rhein gelegen. Vom Ufer aus hat man eine erstklassige Aussicht auf die Skyline von Düsseldorf und kann fußläufig sowohl den Kunstpalast, die Tonhalle als auch die Altsstadt erreichen. Kurzentschlossene finden Anmeldung und Programm unter den Terminen.
Eine gute Lektüre und eine schöne Zeit wünscht Ihnen
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