Klicken Sie hier, um diesen Newsletter online anzusehen!

newsletter-logo-derma-kom
 
 

Montag, 24. November 2025

Liebe Leserinnen und Leser,

aktuelle Forschungsergebnisse beleuchten neue Aspekte rund um Atopische Dermatitis, Urtikaria und Allergien – von der Risikoreduktion durch SGLT2-Hemmer über die Vergleichbarkeit von Fragebögen bis hin zu epigenetischen Veränderungen bei Kindern mit Allergien. Außerdem berichten wir über neue Erkenntnisse zu Ausschlagtypen bei Urtikaria und zur Akzeptanz digitaler Gesundheitslösungen im Urtikaria-Management.

Wir wünschen Ihnen eine aufschlussreiche Lektüre und freuen uns über Ihr Feedback unter [email protected].

Ihre Redaktion von Biermann Medizin

 

Heutiger Schwerpunkt: Atopische Dermatitis/Urtikaria/Allergien

Eine landesweite Kohortenstudie aus Taiwan zeigt, dass Patienten mit Typ-2-Diabetes, die SGLT2-Hemmer einnehmen, seltener eine Atopische Dermatitis (AD) entwickeln als jene unter DPP4-Hemmern. Die Analyse umfasste mehr als 470.000 Patienten und ergab eine signifikante Risikoreduktion für AD unter SGLT2-Hemmern, die bei Männern und bei höheren Dosierungen besonders ausgeprägt war.

Forschende aus Portland (USA) haben Gleichungen entwickelt, mit denen sich Ergebnisse des Atopic Dermatitis Control Tool und des Recap of Atopic Eczema direkt vergleichen lassen. Die beiden Instrumente sind zentrale Bestandteile für klinische Studien zur AD. Die neue Konversionsmethode basiert auf einer linearen Regression und ermöglicht eine Umrechnung zwischen den beiden Patientenfragebögen. Die Validierung an größeren Kohorten steht noch aus, doch die Methode kann bereits jetzt die Vergleichbarkeit von Studiendaten unterstützen.

Wissenschaftler der Universität Kobe (Japan) identifizierten zwei charakteristische Ausschlagtypen bei cholinerger Urtikaria: eine klassische Quaddel/Erythem-Gruppe und eine Gruppe mit gänsehautartigen Veränderungen. Die gänsehautartige Form ist bei Männern häufiger und mit Hypohidrose und Schmerzen assoziiert, während die Quaddel/Erythem-Gruppe häufiger mit AD und Pruritus einhergeht. Die Ergebnisse unterstützen die Klassifikation in klinische Subtypen und helfen, das Management der cholinergen Urtikaria zu optimieren.

Trotz grundsätzlicher Akzeptanz bestehen bei Patienten mit chronischer Urtikaria und ihren Behandlern Unsicherheiten gegenüber digitalen Gesundheitslösungen. Eine Studie aus Deutschland zeigt, dass viele Patienten und Ärzte den Nutzen digitaler Anwendungen erkennen, jedoch Datenschutzbedenken, technische Defizite und mangelnde Bekanntheit der Angebote Hürden darstellen. Die gezielte Förderung der digitalen Gesundheitskompetenz und eine bessere Aufklärung werden von den Autoren als entscheidend für die erfolgreiche Integration digitaler Lösungen ins Urtikaria-Management angesehen.

Die Auswertung zweier europäischer Geburtskohorten legt offen, dass Kinder mit Asthma, Allergischer Rhinitis oder Ekzem epigenetisch schneller altern als Gleichaltrige ohne Allergien. Die Ergebnisse deuten auf einen Zusammenhang zwischen chronischer allergischer Belastung und biologischer Alterung hin. Eine beschleunigte epigenetische Alterung ist dabei mit der klinischen Manifestation von Allergien verbunden, nicht jedoch mit einer asymptomatischen Sensibilisierung. Dieses Wissen könnte zukünftig für die Risikostratifizierung und Prävention genutzt werden.

 

Neueste Studien zum Thema:

 
 

Atopische Dermatitis: Kohortenstudie zeigt protektiven Effekt von SGLT2-Hemmern

Patienten mit Typ-2-Diabetes, die SGLT2-Hemmer einnahmen, entwickelten seltener Atopische Dermatitis als unter DPP4-Hemmern. Eine landesweite Kohortenstudie aus Taiwan belegt eine signifikante Risikoreduktion.

Wen YL et al. Sodium-glucose cotransporter 2 inhibitors and inverse risk of new-onset atopic dermatitis in a cohort with diabetes: a nationwide active­comparator study. Br J Dermatol 2025;193(1):74–84.

... lesen Sie hier weiter

 
 
    Advertorial    
 
 

Anzupgo®: Topisch, schnell und verträglich bei CHE

Beim mittelschweren bis schweren Chronischen Handekzem (CHE) sind eine schnelle Linderung von Juckreiz und Schmerz wünschenswert. Als erster und einziger topischer pan-JAK-Inhibitor bietet Anzugpo® genau das. Anzupgo® ist eine topische Therapie ohne Steroide, mit einem langfristigen Sicherheitsprofil auf Vehikel-Creme-Niveau.*,§

Fachinformation | Referenzen

Anzupgo_200x125px
 
 
 

Forschende erleichtern Vergleich von Fragebögen zur Ekzemkontrolle

Eine Forschungsgruppe aus Portland (USA) hat Gleichungen entwickelt, mit denen sich Ergebnisse zweier gängiger Fragebögen zur Kontrolle der Atopischen Dermatitis direkt vergleichen lassen.

Gillespie J et al.Harmonizing measurement of eczema control: mapping scores between the Atopic Dermatitis Control Tool and the Recap of Atopic Eczema instrument. Br J Dermatol 2025;193(3):451–457.

... lesen Sie hier weiter
 
Advertorial

Adtralza®: Atopische Dermatitis an Head&Neck
im Fokus

Head&Neck – sichtbar, besonders sensitiv und für viele Patienten mit Atopischer Dermatitis das belastendste Areal.1 Genau hier zeigt Adtralza® seine Stärke: mit klinisch belegter Wirksamkeit und 4-Jahres-Daten für die empfindliche Kopf-Hals-Region.1,a,b Bei konsistentem Sicherheitsprofil erreichten 81 % der Patienten einen H&N-EASI-75 über vier Jahre – eine langfristig überzeugende Therapie.

Fachinformation | Referenzen & Fußnoten

v1_1_Leo_Teaser_200x200px
 

Urtikaria: Subtypen durch Ausschlagsmorphologie unterscheiden

Forschende der Universität Kobe (Japan) fanden charakteristische Ausschlagsformen bei cholinerger Urtikaria, die mit unterschiedlichen Symptomen und Begleiterkrankungen verbunden sind.

Nagai M et al. Use of the Rash Appearance to Distinguish Cholinergic Urticaria Subtypes: A Retro-spective Cohort Study. Am J Clin Dermatol 2025 Jul 26.

... lesen Sie hier weiter
 

 
 

Urtikaria: Patienten und Ärzte sehen Potenzial digitaler Lösungen

Trotz positiver Grundeinstellung bestehen Unsicherheiten gegenüber digitalen Anwendungen im Urtikaria-Management. Forschende empfehlen gezielte Förderung der digitalen Gesundheitskompetenz und bessere Aufklärung.

Hindelang M et al. Acceptance and perceived usefulness of digital health services in the management of chronic urticaria: a survey of patients and physicians. BMC Health Serv Res 2025;25(1):894.

... lesen Sie hier weiter
 

 
 

Allergien beschleunigen epigenetisches Altern bei Kindern

Untersuchungen in zwei europäischen Geburtskohorten zeigen: Kinder mit Asthma, Heuschnupfen oder Ekzem altern epigenetisch schneller als Gleichaltrige ohne Allergien.

Leskien M et al. Childhood Asthma and Allergy Are Related to Accelerated Epigenetic Aging. Allergy 2025;80(7):1912–1922.

... lesen Sie hier weiter

 
 

Mehr aktuelle Forschung:

Wöchentliches versus tägliches Baden bei Patienten mit Ekzem: Ergebnisse einer randomisierten Studie
Br J Dermatol, 10.11.2025

Pilotstudie: Akute und chronische spontane Urtikaria zeigen ähnliche Autoantikörperprofile
Br J Dermatol, 01.11.2025

Vergleichende Wirksamkeit von Omalizumab, Dupilumab und Remibrutinib bei der chronischen spontanen Urtikaria: Eine Netzwerk-Metaanalyse randomisierter kontrollierter Studien
J Dermatolog Treat, 04.11.2025

Die Lücke zwischen Forschung und klinischer Praxis überbrücken: Endolysin verbessert die Symptome bei Atopischer Dermatitis signifikant
Front Immunol, 22.10.2025

B‑Zell-Repertoire von Kindern mit Atopischer Dermatitis zeigt eine veränderte Immunglobulin-E‑Reifung, die mit einer Sensibilisierung gegenüber Nahrungsmittelallergenen assoziiert ist
Allergy, 11.11.2025

 

„DERMATOLOGIE AKTUELL“ ist ein Service der Biermann Verlag GmbH in Köln. Sie erhalten diese E-Mail, da Sie für einen Newsletter angemeldet sind. Sie können in unserem Fachportal weitere Newsletter zu verschiedenen medizinischen Fachrichtungen abonnieren. Sollten Sie kein Interesse mehr an diesem Newsletter haben, können Sie sich hier abmelden. Haben Sie Fragen oder Anregungen zu unseren Themen und Inhalten, freuen wir uns auf Ihre E-Mail: [email protected]. Bitte beachten Sie, dass dieser Newsletter nur Angehörigen der Heilberufe gemäß HWG §10 zugänglich gemacht werden darf; das gilt auch für das Weiterempfehlen und Weiterleiten.

Impressum: Biermann Verlag GmbH | MedCon Health Contents GmbH | HRB Bonn 11110 | HRB Köln 78926

Geschäftsführer: Dr. med. Hans Biermann

Hier vollständiges Impressum aufrufen