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Liebe Leserin, lieber Leser,
Mehrere Millionen Menschen in Deutschland sind auf eine Antikoagulation angewiesen. Hauptindikationen für diese Form der Blutverdünnung sind die Prävention und Behandlung venöser Thromboembolien sowie die Schlaganfallprävention bei Vorhofflimmern oder Herzklappenersatz. Zusätzlich zu althergebrachten Wirkstoffen wie Heparin kommen heute vielfach die oralen Antikoagulanzien (OAK) zum Einsatz – und hier insbesondere die direkten oralen Antikoagulanzien (DOAK), welche einzelne Faktoren in der Gerinnungskaskade hemmen.
Das erste in der EU zugelassene DOAK war 2008 der direkte Thrombin-Inhibitor Dabigatran, dicht gefolgt von dem selektiven Faktor-Xa-Hemmstoff Rivaroxaban – beide wurden zunächst nur zur Thromboseprophylxe eingesetzt. Seitdem haben sich sowohl die Produktpalette als auch die Anwendungsgebiete erweitert. Eines bleibt jedoch: Das Risiko für klinisch relevante bis hin zu tödlichen Blutungen, welches sorgsam gegen den Nutzen der DOAK-Therapie abgewogen werden muss – und dauerhafter Gegenstand einer Vielzahl von Forschungsarbeiten ist.
Im heutigen Schwerpunkt-Newsletter finden Sie eine Reihe von Studien, die sich genau diesem Thema widmen. Sie beschäftigen sich mit der Frage der notwendigen Dauer einer OAK nach erfolgreicher Katheterablation, der DOAK-Therapie bei Vorhofflimmer-Patienten mit medikamentenfreisetzenden Stents oder nicht mechanischem Herzklappenersatz beziehungsweise Klappenrekonstruktion sowie mit einem direkten DOAK-Vergleich hinsichtlich des Blutungsrisikos nach akuter venöser Thromboembolie.
Eine erkenntnisreiche Lektüre wünscht
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