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Liebe Leserin, lieber Leser,
ob Vorhofflimmern, Extrasystolen oder schwerwiegende ventrikuläre Arrhythmien: im heutigen Schwerpunkt-Newsletter dreht sich alles um das Thema Herzrhythmusstörungen.
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Ihre Redaktion von Biermann Medizin
Herzrhythmusstörungen: Risiken erkennen, Rückfälle vermeiden
In Deutschland sind etwa 1,6 Millionen Menschen – und damit gut zwei Prozent der Bevölkerung – von einem Vorhofflimmern betroffen. Damit ist die supraventrikuläre Arrhythmie die häufigste Herzrhythmusstörung, zu deren Behandlung hierzulande im Jahr 2023 mehr als 76.000 Katheterablationen durchgeführt wurden. Die Rückfallquoten sind mit zehn bis zu 50 Prozent – je nach Typ des Vorhofflimmerns – jedoch relativ hoch. Senken lassen sie sich offenbar, wenn modifizierbare Risikofaktoren wie Übergewicht und andere kardiometabolische Risikofaktoren konsequent reduziert werden, zeigt eine Studie in „JAMA Cardiology“.
Als Risikogruppe für die spätere Entwicklung eines Vorhofflimmerns gelten neuen Erkenntnissen zufolge Frauen, die während einer Schwangerschaft gesundheitliche Probleme entwickelten oder eine Frühgeburt hatten. Genau hingeschaut werden sollte zudem bei STEMI-Patientinnen und -Patienten. Unmittelbar nach perkutaner Koronarintervention kann es bei diesen zu einem neuen Vorhofflimmern kommen – eine zwar seltene, aber prognostisch ungünstige Komplikation.
Ebenfalls schützend – jedoch mit Blick auf schwerwiegende ventrikuläre Arrhythmien (VA) – scheint die Erhöhung des Serum-Kaliumspiegels in den oberen Normalbereich zu sein. In der randomisierten Studie POTCAST war dieses Vorgehen bei Herzkranken, die aufgrund eines hohen VA-Risikos bereits über einen implantierbaren Cardioverter-Defibrillator (ICD) verfügten, mit einer geringeren Notwendigkeit eines ICD-Schocks, selteneren ungeplanten Krankenhauseinweisungen wegen Arrhythmien oder Herzinsuffizienz sowie einer niedrigeren Gesamtsterblichkeit verbunden.
Eine vollständige Unterdrückung von Extrasystolen verspricht die in Echtzeit Magnetresonanz-gesteuerte Radiofrequenzablation, die derzeit von Medizinern aus den Niederlanden im Rahmen der andauernden nicht randomisierten klinischen Studie VISABL-VT getestet wird. Der kürzlich veröffentlichte Fallbericht des ersten so behandelten Patienten ist vielversprechend.
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