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Liebe Leserin, lieber Leser,
in unserem besonderen Schwerpunkt-Newsletter geht es dieses Mal um die Immunonkologie, die klassische Hämatologie sowie Leukämien und Lymphome.
Wir wünschen Ihnen eine aufschlussreiche Lektüre und freuen uns über Ihr Feedback unter [email protected].
Ihre Redaktion von Biermann Medizin
Heutiger Schwerpunkt: Immunonkologie und Hämatologie
Zunächst werfen wie einen Blick auf die Immunonkologie: Eine Studie aus dem „New England Journal of Medicine“ zeigt, dass Patienten mit Mismatch-Reparatur-defizienten (dMMR) Tumoren zunehmend ohne Operation behandelt werden können. Nach neoadjuvanter Immuntherapie mit einem PD-1-Antikörper erreichten die meisten Studienteilnehmer eine vollständige klinische Remission, wodurch ihr Organ erhalten werden konnte. Die Rate des rezidivfreien Überlebens über zwei Jahre lag bei 92 Prozent, schwerwiegende Nebenwirkungen traten kaum auf.
Ein neu entwickeltes Referenzmodell zur Entwicklung zirkulierender hämatopoetischer Stammzellen über die Lebensspanne erlaubt künftig präzisere Diagnosen und ein besseres Monitoring hämatologischer Erkrankungen. Ebenso zeigt die aktuelle Forschung mit Bruton-Tyrosinkinase-Inhibitoren, dass Rilzabrutinib auch bei persistierender Immunthrombozytopenie sicher und wirksam eingesetzt werden kann.
Im Kampf gegen Lymphome eröffnen kombinierte Strategien, beispielsweise die „Bewaffnung“ von CAR-T-Zellen mit Interleukin-18, neue Wege zur Verbesserung der Wirksamkeit. Besonders ermutigend: In der Erstlinie bei großzelligen B‑Zell-Lymphomen mit hohem Risiko erreichen CAR‑T‑Zelltherapien bemerkenswert hohe Ansprechraten.
Zur Behandlung akuter Leukämien im Kindesalter liefert die Entdeckung stammzellähnlicher Blasten als potenzieller Grund für Therapieresistenz wichtige Ansatzpunkte, um künftig gezielter gegen die Erkrankungen vorzugehen. Und schließlich verspricht der Wirkstoff Mitapivat eine effektive orale Therapie für nicht transfusionsabhängige Alpha- oder Beta-Thalassämie.
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