|
Liebe Leserin, lieber Leser,
in unserem besonderen Schwerpunkt-Newsletter geht es dieses Mal um die urologische Onkologie.
Wir wünschen Ihnen eine aufschlussreiche Lektüre und freuen uns über Ihr Feedback unter [email protected].
Ihre Redaktion von Biermann Medizin
Heutiger Schwerpunkt: Urologische Onkologie
Die PSMA-Positronenemissionstomographie (PET) kommt bei Prostatakrebs immer häufiger zum Einsatz. Bislang fehlte es Risikogruppendefinitionen, die auf der PSMA-PET basieren. Dieser Herausforderung hat sich jetzt ein internationales Team angenommen. Die von den Autoren präsentierten Risikonomogramme und eine einfache Tabelle zur Prognose des Drei‑, Fünf‑ und Sieben‑Jahres-Gesamtüberlebens sind frei online verfügbar und können weltweit implementiert werden.
Viele Termine zwecks Bestrahlung sind gerade für ältere Patienten oft beschwerlich. Doch ist eine Strahlentherapie bei lokalisiertem Prostatakrebs mittleren oder hohen Risikos in nur sieben statt 39 Fraktionen langfristig sicher? Die Nichtunterlegenheit und ein ähnliches Toxizitätsprofil bestätigen die Zehn-Jahres-Ergebnisse der skandinavischen HYPO-RT-PC-Studie.
Wie hängen die PSA-Nadirwerte unter der Prostatakrebstherapie mit dem Gesamtüberleben zusammen, stratifiziert nach dem prätherapeutischen Metastasierungsvolumen beziehungsweise bei nicht metastasiertem Prostatakrebs nach dem Nodalstatus? Laut einer Analyse von fünf Phase-III-Studie unterscheiden sich die Überlebensraten der PSA-Subkategorien (≤0,2 ng/ml, >0,2–1,0 ng/ml, >1,0 –3,0 ng/ml und >3,0 ng/ml) je nach Metastasierungsvolumen respektive Lymphknotenstatus.
Aus der CALYPSO-Studie war bereits bekannt, dass Savolitinib und Durvalumab beim MET-getriebenen papillären Nierenzellkarzinom Aktivität zeigen. Die nun veröffentlichten finalen Wirksamkeitsergebnisse belegen auch ein längeres Überleben in der MET-getriebenen Population, verglichen mit der nicht selektierten Intention-to-treat-Population.
Besonders gute Nachrichten gibt es beim muskelinvasiven Blasenkarzinom: Der INDIBLADE-Studie zufolge können Ipilimumab plus Nivolumab gefolgt von einer Radiochemotherapie eine wirksame blasenerhaltende Behandlung darstellen (ereignisfreies Überleben mit intakter Blase nach 2 Jahren bei 78%). Erhalten werden konnte die Blase auch bei 39 Prozent der Teilnehmer der SURE-02-Studie, die perioperativ Sacituzumab Govitecan plus Pembrolizumab erhielten, ohne Nebenwirkungen des Grades 4 oder höher.
|