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Mittwoch, 18. August 2025

Liebe Leserin, lieber Leser,

in unserem besonderen Schwerpunkt-Newsletter geht es dieses Mal um die urologische Onkologie.

Wir wünschen Ihnen eine aufschlussreiche Lektüre und freuen uns über Ihr Feedback unter [email protected].

Ihre Redaktion von Biermann Medizin

 

Heutiger Schwerpunkt: Urologische Onkologie

Nicht bei jedem Prostatakarzinom ist gleich das gesamte Therapie-Arsenal gefragt, bekanntlich reicht bei einem niedrigen Risiko auch erstmal die aktive Überwachung. Doch so mancher Mann schwenkt dann doch auf eine aktive Therapie um. Warum das so ist und welche Faktoren dabei eine Rolle spielen, hat sich ein Team um Dr. Kevin B. Ginsburg von der Wayne State University in Detroit, USA, angeschaut. Die Männer, die sich für einen Wechsel entschieden, sorgten sich aufgrund des unbehandelten Karzinoms und wollten den Krebs gerne aus ihrem Leben streichen. Unterschiede zwischen den beiden befragten Patientenkollektiven in Georgia und Detroit deuten allerdings darauf hin, dass sich an dieser Stelle mit Aufklärung einiges erreichen lässt.

Hat sich ein Mann dann doch für eine radikale Prostatektomie entschieden, ist neuen Studienergebnissen zufolge eine Roboter-assistierte Prostatektomie mit der NeuroSAFE-Technik – einer standardisierten Schnellschnitt­analyse – ratsam: Zum einen bleibt die Erektionsfähigkeit besser erhalten, zum anderen wird die Harnkontinenz schneller wiederhergestellt.

Ist die Prostata dann entfernt, scheint es einer anderen Untersuchung zufolge sinnvoll zu sein, den PSA-Wert über mindestens drei Monate zu bestimmen statt der üblichen 1,5 bis 2,0 Monate, um nicht fälschlicherweise von einem anhaltend erhöhten PSA-Wert auszugehen. Überraschenderweise zeigten unter den Patienten mit persistierendem PSA jene mit Werten von mehr als 20 ng/ml vor der radikalen Prostataektomie eine geringere Mortalität als Patienten mit geringeren Ausgangswerten. Möglicherweise steht das in Verbindung mit einer kürzeren medianen Zeit bis zur weiteren Therapie in dieser Gruppe.

Lesen Sie mehr dazu sowie zur Fraktionierung der Strahlentherapie bei Prostatakrebs, zur Bestrahlung metachroner Lymphknotenmetastasen und zu den finalen klinischen Daten und Biomarker-Analysen der Phase-III-Studie KEYNOTE-426, die Pembrolizumab plus Axitinib mit Sunitinib beim unbehandelten fortgeschrittenen klarzelligen Nierenzellkarzinom verglichen hat.

 

Neueste Studien zum Thema:

 
 

Aktive Überwachung bei Prostatakrebs mit niedrigem Risiko: Warum Männer zur Behandlung wechseln

Eine populationsbasierte US-Studie hat sich die (nicht-)modifizierbaren Faktoren angesehen, die bei Männern mit Prostatakrebs mit niedrigem Risiko (LRPC) mit dem Wechsel von aktiver Überwachung (AS) zur Behandlung assoziiert sind.

Ginsburg KB et al. Factors associated with switching from active surveillance to treatment in men with low-risk prostate cancer: A population-based study. Cancer 2025;131(11):e35909.

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RWD bestätigen: Langfristiger OS-Vorteil
bei la/mUC1

Auf dem Amerikanischen Kongress für Onkologie wurden kürzlich die Ergebnisse der japanischen Real-World-Studie JAVEMACS vorgestellt. Die Ergebnisse aus der klinischen Praxis bestätigen den langfristigen OS-Vorteil der Avelumab 1L-Erhaltungstherapie.1

1. Kobayashi et al. ASCO 2025, #e16550
Pflichttext | Fachinformation

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Metachrone Lymphknotenmetastasen bei Prostatakrebs: Elektive Bestrahlung offenbar besser als Metastasen-gerichtete Therapie

Werden nach einer zunächst erfolgreichen Prostatakrebs-Behandlung per Positronenemissionstomographie (PET) einige wenige Lymphknoten-Metastasen nachgewiesen, stellt sich die Frage nach der besten Therapie.

Ost P et al. Salvage metastasis-directed therapy versus elective nodal radiotherapy for oligorecurrent nodal prostate cancer metastases (PEACE V-STORM): a phase 2, open-label, randomised controlled trial. Lancet Oncol 2025;26(6):695–706.

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Erstlinientherapie beim n. resez./metas. UC

Auf dem ASCO GU 2025 wurde eine explorative Analyse der Studie KEYNOTE-A39 vorgestellt: Sie zeigt die Ergebnisse zu KEYTRUDA® + EV vs. Platin-Chemotherapie mit über 2,5 Jahren Follow-up.

Fachinformation

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Roboter-assistierte radikale Prostatektomie: Bessere Erektionsfähigkeit und kurzfristig auch Harnkontinenz dank NeuroSAFE

Werden bei einer Roboter-assistierten radikalen Prostatektomie (RARP) die periprostatischen neurovaskulären Bündel geschont, profitiert die Erektionsfähigkeit und die Harnkontinenz wird früher wieder­hergestellt.

Dinneen E et al. Effect of NeuroSAFE-guided RARP versus standard RARP on erectile function and urinary continence in patients with localised prostate cancer (NeuroSAFE PROOF): a multicentre, patient-blinded, randomised, controlled phase 3 trial. Lancet Oncol 2025;26(4):447-458. (kostenloser Volltext)

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ASCO GU 2025: Experten-Einschätzung zu CheckMate-9ER Studie

Langzeitdaten der CheckMate-9ER-Studie (medianes Follow-up: 5,5 Jahre) zeigen erneut Vorteile der Kombinationstherapie Cabozantinib (Cabometyx®) + Nivolumab vs. Sunitinib beim fortgeschrittenen Nierenzellkarzinom (aRCC). Diese waren u. a. in der deutlichen Verlängerung von mOS und mPFS sichtbar. Wie Experten die Daten und den Stellenwert der Kombination beurteilen, erfahren Sie im Video.

Fachinformation

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Hypofraktionierte Strahlentherapie bei Prostatakrebs: Isodosen-Regime schonender als jene mit eskalierter Dosis

Einige Studien haben eine moderat hypofraktionierte Strahlentherapie (MHFRT) mit einer konventionell fraktionierten Strahlentherapie (CFRT) bei Prostatakrebs verglichen.

Kishan AU et al. Hypofractionated radiotherapy for prostate cancer (HYDRA): an individual patient data meta-analysis of randomised trials in the MARCAP consortium. Lancet Oncol 2025;26(4):459–469..

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Mehr aktuelle Forschung:

Fokaler Boost auf den intraprostatischen Tumor im Rahmen einer externen Strahlentherapie bei Patienten mit lokalisiertem Prostatakrebs: 10-Jahres-Ergebnisse der FLAME-Studie
J Clin Oncol 04.08.2025

TAR-200 für auf Bacillus Calmette-Guérin nicht ansprechenden, nichtmuskelinvasiven Hoch-Risiko-Blasenkrebs: Ergebnisse der Phase-IIb-Studie SunRISe-1
J Clin Oncol 30.07.2025

Abschließende Analysen zum Gesamtüberleben und zur Sicherheit der Phase-III-Studie PSMAfore mit [177Lu]Lu-PSMA-617 im Vergleich zur Änderung des Androgenrezeptor-Signalweg-Inhibitors bei Taxan-naiven Patienten mit metastasiertem kastrationsresistenten Prostatakrebs
Ann Oncol 16.07.2025

Bewertung der Beziehung zwischen Exposition, Ansprechen und Sicherheit einer modellbasierten niedrigen Dosierung von 500 mg Abirateronacetat bei Prostatakrebs-Patienten
Cancer Commun (Lond) 20.05.2025.

 
 

Persistierendes PSA nach radikaler Prostatektomie: Am besten über mindestens drei Monate messen

Ab welchem Zeitpunkt kann nach einer radikalen Prostatektomie (RP) wegen eines Prostatakarzinoms von einem anhaltend erhöhten Wert des prostata­spezifischen Antigens (PSA) ausgegangen werden? Einer neuen Studie zufolge kann ein ≥3 Monate nach der RP gemessener PSA-Wert Übertherapien minimieren.

Tilki D et al. Persistent Prostate-Specific Antigen Following Radical Prostatectomy for Prostate Cancer and Mortality Risk. JAMA Oncol 2025;11(5):502–510.

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Behandlung von fortgeschrittenem Nierenkrebs: US-Studie berichtet über endgültige klinische Studiendaten

Eine Zweierkombination zur Behandlung von fortgeschrittenem Nierenkrebs zeigte in einer mehr als fünfjährigen Nachbeobachtung einen anhaltenden und dauerhaften klinischen Nutzen, berichtet das Vanderbilt University Medical Center, USA.

Rini BI et al. Pembrolizumab plus axitinib versus sunitinib for advanced clear cell renal cell carcinoma: 5-year survival and biomarker analyses of the phase 3 KEYNOTE-426 Trial. Nature Medicine 01.08.2025.

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