Ausgabe 43/2025

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Donnerstag, 23. Oktober 2025

Liebe Leserin, lieber Leser,
in unserem heutigen Schwerpunkt-Newsletter berichten wir über neue Erkenntnisse aus der Migräneforschung.
Wir wünschen Ihnen eine aufschlussreiche Lektüre und freuen uns über Ihr Feedback unter [email protected].
Ihre Redaktion von Biermann Medizin
 

Heutige Schwerpunkte: Migräne

 

Die aktualisierte S1-Leitlinie „Therapie der Migräneattacke und Prophylaxe der Migräne“ von DGN und DMKG markiert einen wichtigen Schritt in der Versorgung von Migränepatienten. Sie berücksichtigt erstmals neue Akut- und Prophylaxetherapien wie Lasmiditan und Rimegepant, greift digitale Anwendungen zur Unterstützung der Behandlung auf und nennt Bewegung als wichtige Therapiesäule. Damit schafft sie die Grundlage für eine zeitgemäße, individualisierte Migränetherapie.
Doch auch abseits der Leitlinien bewegt sich in der Forschung viel: In diesem Newsletter stellen wir Ihnen fünf aktuelle Studien vor, die neue Impulse geben: So geben die Autoren einer Registerstudie Entwarnung bezüglich neurologischer Entwicklungsstörungen von Kindern bei pränataler Triptan-Exposition. Eine andere Untersuchung hat ergeben, dass eine darin getestete Migräne-DiGA im Vergleich zu einem digitalen Kopfschmerztagebuch keine Verbesserung im Hinblick auf die Anzahl der Migräne-Tage brachte.
Außerdem berichten wir über ein bei Migränepatienten verändertes Darmmikrobiom und positive Effekte von Pro- und Synbiotika sowie über eine Korrelation von Rauchen mit einem erhöhten Risiko für Migräne und einem verringerten Risiko für Spannungskopfschmerzen. Und schließlich: Eptinezumab und Botox sind bei der Prophylaxe chronischer Migräne vergleichbar wirksam.
Die neuen Erkenntnisse zeigen: Die Versorgung der Migräne entwickelt sich dynamisch weiter – die Leitlinie bildet dabei das Fundament, auf dem sich Forschung und Praxis künftig weiter verzahnen werden.
 

Neueste Studien zum Thema:

 
 

Beeinflusst die pränatale Triptan-Exposition die neurologische Entwicklung des Kindes?

In einer aktuellen Studie aus Norwegen konnte gezeigt werden, dass eine pränatale Triptan-Exposition das Risiko für neurologische Entwicklungsstörungen bei Kindern bis zum Jugendalter nicht wesentlich erhöht.

Camanni M et al. Association of Prenatal Exposure to Triptans, Alone or Combined With Other Migraine Medications, and Neurodevelopmental Outcomes in Offspring. Neurology 2025;104(12):e213678.

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Hormonell bedingt? Migräne & Periode

Jede vierte Migränepatientin leidet unter menstrueller Migräne, die häufig mit einem höheren Leidensdruck einhergeht. Welche Rolle spielen Veränderungen des Östrogenspiegels bei der Entstehung von Migräneanfällen?

Zum Emgality® Pflichttext

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Migräne-DiGA: Keine Überlegenheit gegenüber digitalem Kopfschmerztagebuch

Für eine Studie mit Erwachsenen mit diagnostizierter Migräne wurde die Wirksamkeit einer verschreibungsfähigen digitalen Gesundheits-App (DiGA) mit einer Kontroll-App hinsichtlich der Verringerung der Anzahl der Migräne-Tage verglichen.

Pach D et al. A Prescribed Digital Health App and Number of Migraine Days: A Randomized Clinical Trial. JAMA Netw Open 2025;8(7):e2517708.

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Gender-Gap? Migräne trifft mehr Frauen

75 % der Migräne-Betroffenen sind Frauen. Nach der ersten Menstruation steigt die Häufigkeit deutlich – und sinkt meist erst nach der Menopause wieder. Welche Rolle spielen Hormone dabei?

Und was heißt das für Diagnose und Therapie?

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Signatur des Darmmikrobioms korreliert mit Migränerisiko und chronischen Verlaufsformen

Migräne und Darm stehen in enger Verbindung: Eine neue Übersichtsarbeit zeigt, dass das Darmmikrobiom bei Migränepatienten verändert ist – und dass Probiotika und Synbiotika Anfälle und Schmerzmittelbedarf deutlich senken können.

Mugo CW et al. Unravelling the gut-brain connection: a systematic review of migraine and the gut microbiome. J Headache Pain 2025; 26(1):125.

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Hormonell bedingt? Migräne und Periode
im Fokus

Rund jede vierte Migränepatientin leidet unter menstrueller Migräne – häufig verbunden mit besonders intensiven Schmerzen und spürbaren Einschränkungen im Alltag. Welche Rolle spielt der Östrogenabfall dabei? Warum treten Migräneanfälle bei vielen Frauen gerade rund um die Menstruation häufiger auf?

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Zusammenhang von Rauchen und dem Risiko für Migräne und Spannungskopfschmerzen

Eine aktuelle Metaanalyse polnischer Forschender zeigt: Aktives Rauchen korreliert mit einem erhöhten Risiko für Migräne und einem verringerten Risiko für Spannungskopfschmerzen.

Blaszczyk B et al. Smoking in primary headaches - A systematic review and meta-analysis. J Headache Pain 2025; 26(1):133.

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Migräneprophylaxe: Vergleichbare Wirksamkeit von Eptinezumab und Botox

Neue Real-World-Daten sprechen Eptinezumab und OnabotulinumtoxinA eine vergleichbare Wirksamkeit zur Prophylaxe der chronischen Migräne zu.

Scuteri D et al. Comparing eptinezumab with onabotulinumtoxinA in the treatment of chronic migraine: a real-world evidence study. J Headache Pain 2025; 26(1):159.

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Mehr aktuelle Forschung:


Eine Pharmakovigilanz-Studie aus den Jahren 2004 bis 2024 unter Verwendung des FDA Adverse Event Reporting System (FAERS) untersucht ischämische unerwünschte Ereignisse im Zusammenhang mit der Anwendung von Triptanen in der Migräne-Therapie.
J Pain Res 2025;18:5331-5345.
Serum-Magnesiumspiegel bei Kindern und Jugendlichen mit Migräne: Eine prospektive Beobachtungsstudie.
Headache 2025, 16.10.2025
Adjuvante Okzipitalnervenblockade zur Notfallbehandlung akuter Migräne: Eine randomisierte, kontrollierte Studie.
Cephalalgia 2025;45(10):3331024251381764.
Smartphone-basierte Muskelentspannung bei Migräne in der Notaufnahme: Eine randomisierte klinische Studie.
JAMA Netw Open 2025;8(10):e2534221.
 

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 Verweise & Pflichttext

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