Nierentransplantation: Risiken der Fruchtbarkeitsbehandlung bei Empfängern untersucht9. Juli 2025 Foto: © Igor-Borodin/stock.adobe.com Frauen nach einer Nierentransplantation, die assistierte Reproduktionstechnologie (ART) zur Empfängnis nutzen, haben laut einer neuen Studie der University of Cincinnati, USA, möglicherweise ein höheres Risiko für Komplikationen während der Schwangerschaft. Chronische Nierenkrankheiten können die Fruchtbarkeit einer Frau erheblich beeinträchtigen. Während viele Frauen nach einer Nierentransplantation ihre Fruchtbarkeit wiedererlangen und auf natürlichem Wege schwanger werden können, leiden manche weiterhin unter Unfruchtbarkeit und suchen Hilfe bei der künstlichen Befruchtung. „Bislang war wenig über die Auswirkungen von Schwangerschaften nach Nierentransplantationen durch assistierte Reproduktionstechnologie bekannt“, berichtet Prof. Silvi Shah, Erstautorein der neuen Studie. Nach Angaben der Autoren ist diese eine der ersten, die die Auswirkungen assistierter Fruchtbarkeitsbehandlungen bei Nierentransplantatempfängern untersucht. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „Transplantation“ veröffentlicht. Höheres Risiko einer Frühgeburt Forscher nutzten Daten des TPRI, um Schwangerschaftsergebnisse bei Nierentransplantatempfängerinnen im 54-jährigen Zeitraum zwischen 1968 und 2022 zu analysieren. Die Studie konzentrierte sich auf 130 ART-Schwangerschaften bei 77 Nierentransplantatempfängerinnen in Nordamerika und verglich sie mit natürlich zustande gekommenen Schwangerschaften derselben Patientinnengruppe. Zu den untersuchten ART-Methoden gehörten Fruchtbarkeitsmedikamente, intrauterine Insemination (IUI) und In-vitro-Fertilisation (IVF). Die Wissenschaftler stellten fest, dass Schwangerschaften nach ART bei Nierentransplantierten mit einem höheren Risiko für bestimmte Komplikationen verbunden waren. Dazu gehörten erhöhte Bluthochdruckraten während der Schwangerschaft, eine höhere Wahrscheinlichkeit eines Kaiserschnitts, ein höheres Risiko einer Frühgeburt (definiert als Geburt vor der 37. Schwangerschaftswoche) und ein geringeres Geburtsgewicht der Babys. Kaum Unterschiede bei Lebendgeburtenrate Die Studie ergab jedoch keinen signifikanten Unterschied bei der Lebendgeburtenrate oder dem zweijährigen Überleben nach Nierentransplantation zwischen ART und natürlicher Empfängnis – laut den Autoren ein ermutigendes Zeichen dafür, dass ART eine praktikable und letztlich sichere Option ist. „Für Frauen nach einer Nierentransplantation ist eine ART unbedenklich, vorausgesetzt, sie haben einen stabilen Kreatininwert, eine optimale Immunsuppression, einen gut eingestellten Blutdruck und es liegen keine kürzlichen Abstoßungsreaktionen vor“, erklärt Shah. „Uns liegen nun Daten vor, die zeigen, dass zwar bestimmte Risiken erhöht sind, die Ergebnisse wie die langfristige Nierenfunktion und die Lebendgeburtenrate jedoch nicht beeinträchtigt werden.
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