Spezifische Bindegewebszellen treiben Entwicklung von Darmkrebs voran31. Juli 2023 Abbildung: © Dr_Microbe/stock.adobe.com Forschende haben in einer internationalen Studie einen neuen Untertyp von Fibroblasten identifiziert, der die Aussicht auf einen möglichen neuen Therapieansatz bei Darmkrebs eröffnet. An der Studie beteiligte Mitarbeiter der Arbeitsgruppe um PD Dr. Helmut Dolznig vom Zentrum für Pathobiochemie und Genetik der Medizinischen Universität (MedUni) Wien (Österreich) waren maßgeblich an der Forschungsarbeit beteiligt, deren Ergebnisse aktuell im Fachjournal „Nature Communications” veröffentlicht wurden. Fibroblasten sind ein integraler Bestandteil solider Krebserkrankungen und maßgeblich an der Tumorentstehung und Metastasierung beteiligt. Ein im Rahmen dieser Studie gefundener Untertyp von Fibroblasten, der den IL1-Rezeptor 1 (IL1R1) an der Zelloberfläche exprimiert, ist mit der Unterdrückung von T-Zellen und Makrophagen assoziiert und führt damit zu gesteigertem Krebszellwachstum. Darmkrebs-Patienten, die eine erhöhte Anzahl der IL1R1 Fibroblasten aufweisen, sind mit einer schlechteren Prognose konfrontiert. Zudem findet sich bei diesen Patienten eine Erhöhung von Th17 T-Zellen in Verbindung mit einer unterdrückten Immunreaktion. Wie die Studie zeigte, verringert die Verabreichung des IL-1-Rezeptorantagonisten Anakinra das Tumorwachstum in Mäusen und korreliert mit einer Reduktion von Th17-Helfer-T-Zellen. Insgesamt unterstreicht diese Forschungsarbeit laut den Autoren die potenzielle therapeutische Wirkung von Anakinra bei Darmkrebs mit einem hohen Anteil von IL1R1-Fibroblasten.
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