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in der Elektronikbranche, im Kosmetikbereich oder den Materialwissenschaften hat die Nanotechnologie längst Einzug gehalten. Und auch in der Medizin versprechen sich Forschende Verbesserungen in der Therapie von Krankheiten, beispielsweise durch einen Wirkstofftransport direkt an den Zielort. Diesen Ansatz haben italienische Forschende jüngst durch die Entwicklung eines Nasensprays umgesetzt, das Lithiumionen mithilfe von Gold-Nanopartikeln direkt ins Gehirn und in die Neuronen transportieren soll. Damit könnte die therapeutische Wirksamkeit von Lithium bei neuropsychiatrischen Erkrankungen bei deutlich verringertem Risiko für Nebenwirkungen genutzt werden. Erste Versuche am Mausmodell für Alzheimer-Demenz ergaben einen deutlichen Rückgang des Gedächtnisdefizits.
Die Wirksamkeit von Nanopartikeln gegen Alzheimer-Demenz hat auch ein spanisch-chinesisches Forscherteam untersucht. Allerdings setzte es die winzigen Partikel nicht als Träger für Wirkstoffe, sondern als selbst bioaktive Substanz ein. Und anstatt auf Neuronen abzuzielen, sollten die Partikel die Funktion der Blut-Hirn-Schranke wiederherstellen und so den Abtransport von schädlichen Proteinen wie Amyloid beta unterstützen. Tatsächlich berichten die Forschenden, dass Versuchstiere mit experimenteller Demenz nach wenigen Dosen des supramolekularen Medikaments das Verhalten gesunder Artgenossen wiedererlangten.
Ob sich die in beiden Studien beobachteten Effekte auch auf Menschen übertragen lassen, müssen weitere Untersuchungen zeigen. Nicht zuletzt bleibt auch die Frage offen, welche langfristigen Auswirkungen die winzigen Partikel auf den menschlichen Organismus haben.
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