Ausgabe 42/2025

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Mittwoch, 15. Oktober 2025

Liebe Leserinnen und Leser,

in der Elektronikbranche, im Kosmetikbereich oder den Materialwissenschaften hat die Nanotechnologie längst Einzug gehalten. Und auch in der Medizin versprechen sich Forschende Verbesserungen in der Therapie von Krankheiten, beispielsweise durch einen Wirkstofftransport direkt an den Zielort. Diesen Ansatz haben italienische Forschende jüngst durch die Entwicklung eines Nasensprays umgesetzt, das Lithiumionen mithilfe von Gold-Nanopartikeln direkt ins Gehirn und in die Neuronen transportieren soll. Damit könnte die therapeutische Wirksamkeit von Lithium bei neuropsychiatrischen Erkrankungen bei deutlich verringertem Risiko für Nebenwirkungen genutzt werden. Erste Versuche am Mausmodell für Alzheimer-Demenz ergaben einen deutlichen Rückgang des Gedächtnisdefizits.
Die Wirksamkeit von Nanopartikeln gegen Alzheimer-Demenz hat auch ein spanisch-chinesisches Forscherteam untersucht. Allerdings setzte es die winzigen Partikel nicht als Träger für Wirkstoffe, sondern als selbst bioaktive Substanz ein. Und anstatt auf Neuronen abzuzielen, sollten die Partikel die Funktion der Blut-Hirn-Schranke wiederherstellen und so den Abtransport von schädlichen Proteinen wie Amyloid beta unterstützen. Tatsächlich berichten die Forschenden, dass Versuchstiere mit experimenteller Demenz nach wenigen Dosen des supramolekularen Medikaments das Verhalten gesunder Artgenossen wiedererlangten.
Ob sich die in beiden Studien beobachteten Effekte auch auf Menschen übertragen lassen, müssen weitere Untersuchungen zeigen. Nicht zuletzt bleibt auch die Frage offen, welche langfristigen Auswirkungen die winzigen Partikel auf den menschlichen Organismus haben.
Die Details zu den beiden Studien sowie weitere interessante Meldungen können Sie im Newsletter nachlesen.
Eine aufschlussreiche Lektüre wünscht Ihnen




   Ihre
   Eva Junker

 

 
 

Gezielte Gehirntherapie mit Lithium-beladenen Goldnanopartikeln

Ein italienisches Forscherteam hat ein Nasenspray mit lithiumhaltigen Goldnanopartikeln entwickelt, das gezielt die Aktivität der Glykogensynthasekinase-3β im Gehirn hemmt. Den Forschenden zufolge könnte dieser Ansatz neue Wege in der Therapie neurologischer und psychiatrischer Erkrankungen eröffnen.

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VYVGART jetzt als Fertigspritze zur Selbstapplikation*

VYVGART ist nun auch als s.c. Fertigspritze zusätzlich zur Standardtherapie zugelassen und gibt Menschen mit AChR-Ak-positiver generalisierter Myasthenia gravis ein Stück Unabhängigkeit: Die Fertigspritze ist mit wenigen Handgriffen gebrauchsfertig und kann von Patient:innen selbst oder Pflegepersonen verabreicht werden1,* – ob zuhause oder auf Reisen.

Pflichtangaben & Quellen

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Alzheimer bei Mäusen mithilfe von Nanopartikeln geheilt

Alzheimer bei Mäusen mithilfe von Nanopartikeln geheilt

Forschende haben mithilfe von Nanopartikeln eine Umkehr der Alzheimer-Pathologie in Mäusen erreicht. Der neue Ansatz zur Behandlung der Krankheit konzentriert sich – anders als bisherige Ansätze – auf die Wiederherstellung der normalen Funktion des Gefäßsystems.

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Multiple Sklerose: Kognition gehört dazu.

Kognitive Einschränkungen bei MS sind häufig, können bereits früh im Krankheitsverlauf auftreten und die Lebensqualität der Patienten beeinträchtigen.1,2 Daten zu Cladribin-Tabletten (MAVENCLAD®) zeigten, dass die kognitiven Fähigkeiten bei ca. 88 % der Patientena unter der oralen Impulstherapie über 4 Jahre erhalten blieben.3,b

Pflichttext | Referenzen

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Spinale Muskelatrophie: Erwachsene Patienten profitieren deutlich von Therapie

Ein österreichweites Forschungsteam hat erstmals in einer großen Beobachtungsstudie nachgewiesen, dass der Wirkstoff Risdiplam bei erwachsenen Patienten mit 5q-assoziierter Spinaler Muskelatrophie (SMA) zu einer signifikanten Verbesserung der motorischen Funktionen führt. 

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Multiple Sklerose: Wechseljahre führen zu Unterschieden im Krankheitsbild

Multiple Sklerose: Wechseljahre führen zu Unterschieden im Krankheitsbild

Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass die Menopause einen erheblichen Einfluss darauf haben kann, wie sich Multiple Sklerose (MS) bei Frauen erstmals manifestiert und welche Art von damit verbundenen Gesundheitsproblemen auftreten.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Sensitivität verschiedener klinischer Ergebnismaße bei der Beurteilung von Erwachsenen mit Becker-Muskeldystrophie: Eine dreijährige Studie zum natürlichen Verlauf.
Neurology 2025;105(7):e214071.

Eine Vergrößerung des Plexus choroideus korreliert beim radiologisch isolierten Syndrom mit demyelinisierenden Läsionen und einer Thalamusatrophie.
Mult Scler 2025;31(11):1314–1325.

Frühzeitige Tirofiban-Infusion nach intravenöser Thrombolyse bei Schlaganfall.
N Engl J Med 2025;393:1191–1201.

Kurzzeitige kognitive Verhaltenstherapie für suizidgefährdete Militärangehörige und Veteranen – Randomisierte klinische Studie der Military Suicide Prevention Intervention Research (MSPIRE).
JAMA Psychiatry, 08.10.2025

 
 

Hilft Ketamin gegen die stille Seite der Schizophrenie?

Seit 2019 ist Ketamin für die Behandlung von Depressionen zugelassen, wenn andere Medikamente keine Wirkung erzielen. Neurowissenschaftler der Medizinischen Universität Wien (Österreich) untersuchen nun, ob das Anästhetikum auch gegen die Negativsymptomatik der Schizophrenie wirkt. 

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KURZMELDUNGEN:

Auch Psychotherapie kann Nebenwirkungen
haben. Ein Autorenteam des Universitätsklinikums Jena hat den aktuellen Forschungsstand sowie  Empfehlungen für die klinische Praxis zusammengefasst.
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Mit deutlichen Regelverschärfungen bei Cannabis zu medizinischen Zwecken will die Bundesregierung Missbrauch eindämmen.
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Die Bundesregierung erwägt, Pflegegrad 1 zu streichen. Experten warnen, dass dadurch wichtige Entlastungsleistungen für Menschen mit Demenz und ihre pflegenden Angehörigen wegfallen könnten.
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TERMINE:

Deutscher Schmerzkongress 2025
22. – 25. Oktober 2025
Mannheim

20. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neuromodulation
7. – 8. November 2025
Bremen

98. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie
12. – 15. November 2025
Berlin

EFLM-Webinar: Plasma pTau-217 as a New Diagnostic Tool for Alzheimer Disease Diagnosis
18. November 2025
online

 
 

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