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Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen sterben im Durchschnitt zehn bis 15 Jahre früher – auch aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, zu denen Risikofaktoren wie Bewegungsmangel, Rauchen und Übergewicht beitragen. Wie es zu der häufig beobachteten Gewichtszunahme bei den Betroffenen kommt, ist bislang nicht vollständig geklärt. Neben den bekannten Nebenwirkungen bestimmter Medikamente vermuten Forschende die Ursache jedoch auch in krankheitsbedingten Gehirnveränderungen.
Wissenschaftler der Ludwig-Maximilian-Universität München fragten sich daher, ob sich solche Gehirnveränderungen nutzen lassen, um bei der Erstdiagnose bereits zu prognostizieren, bei welchen Betroffenen in der Folgezeit der Body-Mass-Index steigen wird. Und tatsächlich ist es dem von ihnen entwickelten Machine-Learning-Modell gelungen, solche Patienten – zumeist mit Schizophrenie und Depression – zu identifizieren. Die Forschenden hoffen nun, der Gewichtszunahme auf Basis einer solchen Prognose vorbeugen und so die physische Gesundheit der Patienten unterstützen zu können.
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