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Liebe Leserinnen und Leser,
ein europäisches Konsensuspapier unterstreicht, dass der Erfolg inkretinbasierter Therapien bei Adipositas wesentlich von einer strukturierten Begleitung abhängt. Neben der medikamentösen Behandlung sind eine qualifizierte Ernährungstherapie, regelmäßige körperliche Aktivität und psychologische Unterstützung zentral. Die Ernährungstherapie soll nicht nur Mangelzustände vermeiden und Nebenwirkungen reduzieren, sondern auch nachhaltige Verhaltensänderungen fördern. Aufgrund möglicher Verluste an Muskelmasse empfehlen die Autoren zudem ein Monitoring der Körperzusammensetzung und funktioneller Parameter sowie gezieltes Krafttraining. Auch ein Screening und die kontinuierliche Berücksichtigung psychischer Belastungen werden angeraten.
Eine Remission des Prädiabetes könnte über die Diabetesprävention hinaus das Krebsrisiko beeinflussen. Zwei Tübinger Professoren schlagen vor, die Rückkehr erhöhter Blutzuckerwerte in den Normalbereich als neues Ziel der Krebsprävention zu betrachten. Epidemiologische Daten deuten darauf hin, dass persistierender Prädiabetes mit einem erhöhten Risiko für Pankreas- und Gallenblasenkrebs assoziiert ist, während bei Remission kein signifikanter Risikoanstieg beobachtet wurde. Die Autoren plädieren daher für eine stärkere Fokussierung auf die Wiederherstellung der Stoffwechselgesundheit als präventives Ziel. Kausale Zusammenhänge sind jedoch noch nicht belegt und bedürfen weiterer prospektiver Studien.
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Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre und eine gute Woche.
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