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Liebe Leserinnen und Leser aus der Anästhesiologie und Intensivmedizin,
Sepsisdiagnose in wenigen Sekunden und ohne Blutabnahme? Die Künstliche Intelligenz (KI) soll es möglich machen – und zwar durch Handlesen. Denn anstatt auf die üblichen Sepsis-Scores oder Entzündungs-Biomarker (oder gar die Interpretation ominöser Lebenslinien) setzen Forschende des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) und der Klinik für Anästhesiologie des Universitätsklinikums Heidelberg (UKHD) dabei auf hyperspektrale Bilder der Handflächen und Finger.
Hierin vermag ihre KI Veränderungen der Mikrozirkulation zu detektieren – mit einer vergleichbaren bis höheren Genauigkeit für die Sepsisdiagnose und die Prädiktion der 30-Tages-Mortalität als die etablierten Scores und Biomarker, wie die Forschungsgruppe in einer Publikation in „Science Advances“ darlegt. Durch eine Kombination der KI-basierten Bildanalyse mit klinischen Informationen wurden die Daten noch aussagekräftiger. Weiterführende Studien sollen der Technologie langfristig den Weg in die klinische Routine ebnen.
Wissenschaftler aus Frankreich haben drei Faktoren identifiziert, die bei intensivpflichtigen COPD-Patienten mit der Notwendigkeit einer Intubation in Zusammenhang stehen. Welche das sind, lesen sie im entsprechenden Beitrag. Außerdem können Sie in unserem Newsletter nachlesen, welche Empfehlung die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin im Hinblick auf die Zukunft und Weiterentwicklung der klinischen Akut- und Notfallmedizin in der vergangenen Woche formuliert hat.
Viel Freude bei der Lektüre und eine entspannte Woche wünscht Ihnen
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