Ausgabe 33/2025

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Montag, 11. August 2025

Liebe Leserinnen und Leser aus der Anästhesiologie und Intensivmedizin,

Sepsisdiagnose in wenigen Sekunden und ohne Blutabnahme? Die Künstliche Intelligenz (KI) soll es möglich machen – und zwar durch Handlesen. Denn anstatt auf die üblichen Sepsis-Scores oder Entzündungs-Biomarker (oder gar die Interpretation ominöser Lebenslinien) setzen Forschende des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) und der Klinik für Anästhesiologie des Universitätsklinikums Heidelberg (UKHD) dabei auf hyperspektrale Bilder der Handflächen und Finger.

Hierin vermag ihre KI Veränderungen der Mikrozirkulation zu detektieren – mit einer vergleichbaren bis höheren Genauigkeit für die Sepsisdiagnose und die Prädiktion der 30-Tages-Mortalität als die etablierten Scores und Biomarker, wie die Forschungsgruppe in einer Publikation in „Science Advances“ darlegt. Durch eine Kombination der KI-basierten Bildanalyse mit klinischen Informationen wurden die Daten noch aussagekräftiger. Weiterführende Studien sollen der Technologie langfristig den Weg in die klinische Routine ebnen.

Wissenschaftler aus Frankreich haben drei Faktoren identifiziert, die bei intensivpflichtigen COPD-Patienten mit der Notwendigkeit einer Intubation in Zusammenhang stehen. Welche das sind, lesen sie im entsprechenden Beitrag. Außerdem können Sie in unserem Newsletter nachlesen, welche Empfehlung die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin im Hinblick auf die Zukunft und Weiterentwicklung der klinischen Akut- und Notfallmedizin in der vergangenen Woche formuliert hat.

Viel Freude bei der Lektüre und eine entspannte Woche wünscht Ihnen




   Ihre
   Dr. Aileen Hochhäuser

 

 
 
Schnellere Sepsisdiagnose durch hyperspektrale Bildgebung und Künstliche Intelligenz

Schnellere Sepsisdiagnose durch hyperspektrale Bildgebung und Künstliche Intelligenz

Eine neue Studie aus Heidelberg stellt einen innovativen Ansatz zur frühen Identifikation einer Sepsis vor: Künstliche Intelligenz und hyperspektrale Bildgebung der Haut sollen eine sofortige und nicht invasive Diagnose direkt am Krankenbett ermöglichen.

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Beatmung von COPD-Patienten: Analyse ergibt drei Risikofaktoren für eine Intubation

Forschende haben unabhängige Faktoren identifiziert, die mit der Notwendigkeit einer maschinellen, invasiven Beatmung (IMV) bei Patienten mit Chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) assoziiert sind, die wegen einer schweren Exazerbation auf einer Intensivstation behandelt werden.

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Kindlicher Herzstillstand außerhalb der Klinik: Art der Adrenalinverabreichung hat keinen Einfluss auf das Überleben

Kindlicher Herzstillstand außerhalb der Klinik: Art der Adrenalinverabreichung hat keinen Einfluss auf das Überleben

Ob Kindern, die außerhalb des Krankenhauses einen Herzstillstand erleiden, das benötigte Adrenalin intraossär (i.o.) oder intravenös (i.v.) verabreicht wird, hat keinen Einfluss auf die Überlebensrate bis zur Entlassung aus dem Krankenhaus.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Allgemeine vs. Nichtallgemeine Anästhesie bei endovaskulärer Thrombektomie bei Patienten mit großen Schlaganfällen: Eine im Voraus festgelegte Sekundäranalyse der SELECT2-Studie.
Neurology 2025;105(2):e213819.

Beitrag von Ethnie und Benachteiligung zu den Ergebnissen der pädiatrischen Intensivpflege im Vereinigten Königreich, 2008–2021: eine nationale retrospektive Kohortenstudie.
Lancet Child Adolesc Health 2025:S2352-4642(25)00156-7.

Pharmazeutische Mittel für die prozedurale Sedierung und Analgesie bei Patienten, die sich einer gastrointestinalen Endoskopie unterziehen: Eine systematische Überprüfung und Netzwerk-Meta-Analyse.
EClinicalMedicine 2025 Jun 16:85:103307.

Interkostale oder paravertebrale Blockade versus thorakale Epiduralanästhesie bei Lungenoperationen: Eine randomisierte Nichtunterlegenheitsstudie.
JAMA Surg, 25.07.2025

 
 

DIVI: „Zusatzweiterbildung stärkt als interdisziplinäres Fundament die Zukunft der Notfallmedizin“

Die seit Monaten andauernde Debatte über einen Facharzt für Notfallmedizin nimmt die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) zum Anlass, eine Empfehlung zur Zukunft und Weiterentwicklung der klinischen Akut- und Notfallmedizin auszusprechen.

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KURZMELDUNGEN:

Als eine von wenigen Kliniken in Deutschland bietet die Interdisziplinäre Internistische Intensivmedizin am Universitätsklinikum Leipzig jetzt eine spezialisierte Nachsorgeambulanz an. Diese soll Betroffene bei der Bewältigung verbleibender Folgen der Intensivtherapie unterstützen.
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Eine neue Erhebung zeigt: Zwei Drittel der Autobahnraststätten sind bereits mit automatisierten externen Defibrillatoren ausgestattet. Nachholbedarf gibt es jedoch bei den etwas abseits gelegeneren Autohöfen.
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Eine gerade in „The Lancet Regional Health – Europe“ veröffentlichte Auswertung von Daten aus elf Ländern zeigt, dass der Test QuantiFERON-TB-Gold-Plus auf Tuberkulose nur geringe Aussagekraft besitzt, wenn er bei immungeschwächten Patienten allein eingesetzt wird.
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TERMINE:

10. Intensiv- und Notfallmedizinisches Symposium am Wörthersee
19.–20. September 2025
Pörtschach, Österreich

Science Night: The art and science of resuscitation
7. Oktober 2025
Kiel

1. Essener Intensivpflegesymposium
30. Oktober 2025
Essen

 
 

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