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Liebe Leserinnen und Leser,
wussten Sie, dass der September der PCOS Awareness Month ist? Neben Übergewicht und Typ-2-Diabetes leiden die betroffenen Frauen mitunter sehr an ihrem gestörten Hormonhaushalt. Virilisierung und Unfruchtbarkeit sind eine Folge der erhöhten Testosteronproduktion, die laut neusten Erkenntnissen mit bestimmten genetischen Varianten in regulatorischen Genomregionen assoziiert ist. Die Studie gibt also nicht nur Aufschluss über die Vererbbarkeit der Erkrankungen, sondern bietet auch eine Grundlage für die Entwicklung neuer Therapien.
Bleiben wir beim männlichen Sexualhormon und widmen uns einem Thema, das womöglich auch etwas mehr Aufmerksamkeit benötigt: die Wochenbett-Depression bei Vätern. Dr. Sarah Kittel-Schneider gilt als Expertin auf dem Gebiet und hat mit ihrem Team die hormonellen Veränderungen bei den werdenden Vätern untersucht. Eine ausgeprägtere depressive Symptomatik ging demnach mit niedrigeren Testosteronwerten nach der Geburt des Kindes einher. Diese Erkenntnisse sind wichtig, denn eine frühzeitige Diagnose und angemessene Behandlung kämen nicht nur dem betroffenen Vater, sondern auch Mutter und Kind zugute.
Und für alle Diabetologen gibt es Neuigkeiten in der Entwicklung von diagnostischen Atemtests. Ein chinesisches Forschungsteam unter der Leitung von Prof. Larry Cheng hat mithilfe von laserinduziertem Graphen (LIG) und Zinkoxid einen verbesserten Sensor entwickelt, der den Aceton-Gehalt in der Atemluft möglicherweise schneller und sensitiver messen könnte als bisherige Tests. Vielleicht heißt es in Ihren Praxen also wirklich bald: „Einmal pusten, bitte!“
Der Newsletter verrät Ihnen außerdem noch etwas über den möglichen Zusammenhang von Metformin und Spurenelementen bei Diabetespatienten sowie den Erfolg eines Abnehmprogramms bei Brustkrebspatientinnen.
Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre und ein schönes Wochenende.
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