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Liebe Leserinnen und Leser,
nach drei Finalniederlagen hat Deutschlands bester Tennisspieler es endlich vollbracht: Alexander Zverev krönte sich vergangenen Sonntag zum Grand-Slam-Champion und erfüllte sich damit einen langersehnten Traum. Sein Sieg ist nicht nur ein persönlicher Gewinn. Im Alter von gerade einmal vier Jahren bekam der Tennisprofi die Diagnose Typ-1-Diabetes. Nach eigenen Angaben sagten ihm die Ärzte damals, dass eine Karriere im Leistungssport nahezu undenkbar sei.
Erst 2022 machte Zverev seinen Typ-1-Diabetes öffentlich. Seitdem können Zuschauer regelmäßig beobachten, wie er während der Matches seinen Blutzucker kontrolliert und sich Insulin spritzt – wie auch im jüngsten Finalspiel. Zverevs Geschichte zeigt somit eindrücklich, was dank moderner Technologien mit einer Diabeteserkrankung heutzutage möglich ist, nämlich Leistungssport auf höchstem Niveau. Die Erkrankung bleibt zwar mit Hürden und Risiken verbunden, weshalb es auf die richtige Betreuung ankommt. Umso wichtiger, dass es diesbezüglich neue und aktuelle Leitlinien gibt, wie beispielsweise zu Sport mit AID-Systemen bei Typ-1-Diabetes.
Für Menschen mit Typ-2-Diabetes bringt die kontinuierliche Glukosemessung übrigens auch Vorteile mit – und zwar nicht nur bei insulinpflichtiger Erkrankung. Entsprechende Daten hierzu wurden vergangenes Wochenende auf den Scientific Sessions der American Diabetes Association (ADA) in New Orleans (USA) vorgestellt. Ebenfalls präsentiert wurden dort die ersten Phase-III-Studienergebnisse zu Retatrutid. Der neuartige Dreifach-Agonist führt bei Menschen mit Typ-2-Diabetes und Adipositas zur einer verbesserten Blutzuckerkontrolle und unterstützt die Gewichtsabnahme.
Ob mit solch einer Gewichtsreduktion durch GLP-1-Rezeptoragonisten ein überproportionaler Verlust an Muskelmasse einhergeht, wird derzeit heiß diskutiert. Beobachtungen aus klinischen Studien deuten zwar einen größeren Verlust an fettfreier Masse unter GLP-1-Medikamenten verglichen mit einer rein ernährungsbasierten Gewichtsabnahme an. Laut einer aktuellen Studie finden sich jedoch keine Hinweise darauf, dass es sich dabei um einen disproportionalen Verlust an funktioneller Muskelmasse und -kraft handelt. Im Gegenteil: Die Gewichtsabnahme führe bei vielen Patientinnen und Patienten zu einer höheren Leistungsfähigkeit und Mobilität, so die Autorinnen und Autoren.
Vielleicht fühlen Sie sich dadurch ja auch zu Höchstleistungen motiviert. Eine informative Lektüre und ein schönes Wochenende wünscht Ihnen jedenfalls
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