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Liebe Leserinnen und Leser,
Patientinnen und Patienten mit Diabetes sehen sich häufig nicht nur von ihrer primären Erkrankung, sondern auch möglichen Begleiterkrankungen konfrontiert. Dazu gehört zum Beispiel eine Beeinträchtigung der Nieren. Das Risiko für eine Diabetische Nephropathie (DKD) lässt sich potenziell anhand von Biomarkern im Urin vorhersagen. Wie eine aktuelle Studie zeigt, sind eine Reihe von Proteinen im Urin von Patienten mit DKD signifikant erhöht. Auf Grundlage von vier dieser Biomarker ließ sich das Risiko für eine DKD in einer prospektiven Kohorte am besten vorhersagen.
Entwarnung scheint es hingegen für Diabetespatienten zu geben, die mit SGLT2-Hemmern behandelt werden. Ein Forschungsteam des Uniklinikums Bonn hat untersucht, weshalb es unter der Therapie nicht – wie anfangs befürchtet – vermehrt zu Niereninfektionen kommt. Das Medikament beeinflusst offenbar das Komplement- und Immunsystem und somit wiederum die Bakterienabwehr. Die Ergebnisse könnten auch für gesunde Menschen relevant sein.
Anders beim Cushing-Syndrom: Auch Jahre nach einer Remission bleibt die Prävalenz von Bluthochdruck und eingeschränkter Nierenfunktion bei Betroffenen erhöht, wie eine Studie der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München zeigt. Interessanterweise sank während des Beobachtungszeitraums jedoch die Zahl der Patienten, die Bluthochdruckmedikamente einnahmen. Folglich wurde bei Nachuntersuchungen häufiger unkontrollierter Bluthochdruck festgestellt. Das legt nahe, dass auch Patientinnen und Patienten in langfristiger Remission ihren Blutdruck und ihre Nieren gut im Blick haben beziehungsweise regelmäßig kontrollieren lassen sollten.
Außerdem gibt es noch ein Update zu den Nebenwirkungen von Statinen. Zwar ist das leicht erhöhte Diabetesrisiko für die Medikamente bestätigt. Doch eine Metaanalyse hat ergeben, dass stolze 62 von 66 der aufgelisteten Nebenwirkungen in 19 placebokontrollierten Studien nicht auf die Einnahme von Statinen zurückzuführen waren. Dazu zählten unter anderem Müdigkeit, Kopfschmerzen und Schlafstörungen.
Von letzteren könnten heute und in den kommenden Tagen sicherlich viele aus dem Rheinland betroffen sein. Ob Jeck oder Karnevalsflüchtling – ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre und ein spaßiges Wochenende!
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