Ausgabe 17/2026

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Freitag, 24. April 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

wer hat an der Uhr gedreht? Diese Frage stellen sich Frühaufsteher und Morgenmuffel vermutlich gleichermaßen – nur eben zu anderen Tageszeiten. Wenn es um die Gesundheit geht, scheinen Morgenmuffel – oder Nachteulen – eher benachteiligt. Zumindest deuten inzwischen mehrere Studien darauf hin, dass der abendliche Chronotyp mit gesundheitlichen Nachteilen einhergeht.

Doch frohe Kunde für alle, die morgens nicht gut aus dem Bett kommen: Beim Sport müssen Sie offenbar keine Abzüge machen! Beim sogenannten „Chrono-Training“ wird der Trainingszeitpunkt nämlich der inneren Uhr angepasst, also entweder morgens oder abends trainiert. Und einer aktuellen Studie zufolge können vorbelastete Personen ihr kardiometabolisches Risiko nach diesem Prinzip anscheinend stärker reduzieren, als wenn sie entgegen ihres Chronotyps trainieren.

Ein moderates Ausdauertraining wirkte sich zwar unabhängig von der Trainingszeit positiv auf die Risikofaktoren der Teilnehmenden aus. Doch jene, die ihr Training entsprechend ihres Chronotyps absolvierten, zeigten größere Verbesserungen bei Stoffwechselparametern, Blutdruck und der Schlafqualität. Zugegeben, auch hier beobachteten die Forschenden insgesamt stärkere Effekte bei Personen mit morgendlichem Chronotyp. Umgekehrt scheint Frühsport Morgenmuffeln jedoch gegenüber abendlichem Training keinen Vorteil zu bieten.

Wer sich morgens für eine Runde Joggen oder das Fitnessstudio vorzeitig aus dem Bett quälen muss, könnte den Sport vielleicht also guten Gewissens in den Abend verlegen. Insbesondere die Auswirkungen auf die Schlafqualität sind langfristig auch mit Blick auf die Psyche positiv zu bewerten. Und beides beeinflusst wiederum das Risiko für Typ-2-Diabetes, wie eine britische Studie kürzlich anhand eines digitalen Zwillingsmodells demonstrierte.

Außerdem ist heute Welthormontag. Also nutzen Sie das gute Wetter, tanken Sie Ihre Vitamin-D-Speicher auf und starten Sie den Chrono-Training-Selbsttest, wenn Sie neugierig geworden sind. Eine informative Lektüre und ein sonniges Wochenende wünscht Ihnen




   Milo Klesse
   Redaktion Diabetologie/Endokrinologie

 

 
 
Bewegung nach der inneren Uhr: „Chrono-Training“ und das kardiometabolische Risiko

Bewegung nach der inneren Uhr: „Chrono-Training“ und das kardiometabolische Risiko

Kraft- und Ausdauertraining können das kardiometabolische Risiko erheblich reduzieren. Diese positiven Effekte sind größer, wenn das Training dabei auf den individuellen Chronotyp abgestimmt wird. Das deutet zumindest eine aktuelle Studie an, in der sich das sogenannte „Chrono-Training“ stärker auf die Schlafqualität und den Blutdruck auswirkte.

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Estradiol-Pflaster gleichwertig zu LHRH-Agonisten bei lokal fortgeschrittenem Prostatakrebs

Zur Androgenentzugstherapie bei lokal fortgeschrittenem Prostatakrebs hat sich die transdermale Verabreichung von Estradiol gegenüber LHRH-Agonisten als nicht unterlegen erwiesen. Dies gilt sowohl für die Überlebensergebnisse als auch für die Testosteronsenkung. Die Nebenwirkungen der Therapieformen unterschieden sich allerdings.

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Mounjaro®5,*: Damit Typ-2-Diabetes nicht zum Alptraum wird

Typ-2-Diabetes kann im Alltag von Betroffenen viele Sorgen auslösen: Vom Gedankenkarussell über Gewichtszunahme, schlechten Blutzuckerwerte bis hin zur Angst vor Begleit- und Folgeerkrankungen. Doch das muss nicht sein – erfahren Sie wie der GIP-/GLP-1-Rezeptor-Agonist Mounjaro®5,* Betroffene unterstützen kann, aus dem Alptraum aufzuwachen.

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Digitaler Zwilling offenbart Zusammenhang zwischen Psyche und Typ-2-Diabetes

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Die Psyche spielt bei der Entstehung eines Typ-2-Diabetes eine maßgebliche Rolle. Das geht aus einer britischen Studie hervor, in der Forschende ein digitales Zwillingsmodell entwickelt und so den Einfluss psychosozialer Faktoren auf das Diabetesrisiko simuliert haben.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Alters- und geschlechtsspezifische Trends in der Demenzsterblichkeit bei Menschen mit und ohne Diabetes: eine bevölkerungsbasierte Analyse aus mehreren Ländern.
Diabetologia 21.04.2026

Therapie mit Schilddrüsenhormonen in einer Bevölkerungskohorte über zwei Jahrzehnte deutet auf anhaltende Überbehandlung hin.
Eur Thyroid J 10.04.2026

Real-World-Evidenz zur vergleichenden Sicherheit von Antidiabetika in der Zweitlinie bei älteren Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes.
Nat Commun 04.04.2026

Ein Transkriptionsatlas der menschlichen Wachstumsfuge in der Pubertät enthüllt zwei Stammzellpopulationen und eine direkte Wirkung des Wachstumshormons.
Sci Transl Med 15.04.2026

 
 

Wie Adipositas den Impfschutz beeinträchtigt

Eine aktuelle US-Studie legt nahe, dass sich Adipositas negativ auf den Impfschutz auswirken könnte. Im Mausmodell beeinträchtigt Adipositas die Antikörperproduktion nach einer Impfung gegen Pseudomonas aeruginosa. Gewebsständige Gedächtnis-T-Zellen könnten dieses Defizit kompensieren.

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Typ-2-Diabetes und CKD: Metaanalyse vergleicht Wirksamkeit neuartiger Antidiabetika

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Eine aktuelle Metaanalyse aus China verdeutlicht: Neuartige Antidiabetika bieten Vorteile für Patienten mit Typ-2-Diabetes und gleichzeitiger chronischer Nierenkrankheit (CKD). Die optimale Intervention variiert jedoch je nach gewünschtem Behandlungsergebnis.

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PANORAMA:

Anlässlich des Welthormontages betont die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) die Bedeutung endokrinologischer Expertise, insbesondere bei seltenen Erkrankungen.
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Die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) und Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) sehen durch das neue GKV-Gesetz die Früherkennung von chronischen Nierenerkrankungen bei Risikopatienten gefährdet.
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Expertinnen des Verbands der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland (VDBD) erklären, welche Supplemente Menschen mit Diabetes helfen können – und wann.
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TERMINE:

33rd European Congress on Obesity
12. – 15. Mai 2026
Istanbul (Türkei)

European School of Internal Medicine
31. Mai – 6. Juni 2026
Alexandroupolis (Griechenland)

11. Interdisziplinäres Symposium der AG Diabetes, Sport und Bewegung der DDG
12. – 13. Juni 2026
Zwickau

29th EASD Oxford Workshop
14. – 17. August 2026
Oxford (Großbritannien)

 
 

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