Ausgabe 31/2025

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Donnerstag, 31. Juli 2025

Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Gynäkologie,

in den vergangenen Tagen stand das polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS) im Fokus mehrerer Studien. Forscher der Zhejiang University, China, beobachteten bei PCOS-Patientinnen eine signifikante Verringerung der mikrobiellen Vielfalt, insbesondere einen Rückgang von Parabacteroides merdae, einer mit der Stoffwechselgesundheit verbundenen Bakterienart. Die Serummetabolomik zeigte außerdem erhöhte BCAA-Werte, insbesondere Isoleucin, und reduzierte Werte kurzkettiger Fettsäuren in der PCOS-Gruppe. Die Forscher vermuten, dass P. merdae und BCAAs als Biomarker zur Identifizierung von Hochrisiko-Patientinnen dienen könnten.

Obwohl PCOS als eine der Hauptursachen für Unfruchtbarkeit gilt, sind die genauen Ursachen und Vererbungsmechanismen noch unklar. Forscher des Children's Hospital of Chongqing Medical University, China, haben nun Eizellen und Präimplantationsembryonen von PCOS-Patientinnen und unfruchtbaren Frauen ohne PCOS untersucht, die sich einer Fruchtbarkeitsbehandlung unterzogen. Die Forschung ergab weitreichende Störungen in der Aktivität von Genen, die für die frühe embryonale Genomaktivierung, Stoffwechselprozesse, epigenetische Regulation und Chromatinstruktur in Embryonen von Frauen mit PCOS verantwortlich sind. Die Behandlung betroffener Embryonen in vitro mit zwei PRC2-Inhibitoren (EED226 und Valemetostat) reduzierte die abnormalen H3K27me3-Werte und stellte die normale Genaktivität teilweise wieder her. Dies deutet laut den Autoren auf einen potenziellen therapeutischen Ansatz zur Korrektur epigenetischer Ungleichgewichte hin.

Das könnte Sie auch interessieren: Erstmals liegt für das PCOS eine umfassende S2k-Leitlinie vor, die unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie entstanden ist.

Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre und eine schöne Restwoche.




   Ihr
   Raphael Irmer

 

 
 
PCOS: Ungleichgewicht bei Darmbakterien steht im Zusammenhang mit höherem Fehlgeburtsrisiko

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PCOS: Umfassende S2k-Leitlinie erstmals veröffentlicht

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Erstmal liegt für das polyzystische Ovarsyndrom (PCOS) eine umfassende S2k-Leitlinie vor, die unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) entstanden ist.

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Eine neue Studie des Universitätsklinikum Bonn (UKB) hat erstmals systematisch untersucht, wie Frauen die geburtshilfliche Maßnahme Fundusdruck subjektiv erleben.

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Endometriose: Schwangerschaften häufiger als bisher angenommen

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Eine neue Studie aus den Vereinigten Königreich hat ergeben, dass Frauen mit Endometriose-bedingter Unfruchtbarkeit deutlich häufiger schwanger werden als Frauen mit Unfruchtbarkeit aus anderen Gründen.

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PANORAMA:

Der Gemeinsame Bundesausschuss hat die strukturellen Anforderungen an Einrichtungen angepasst, die ambulante Schwangerschaftsabbrüche durchführen.
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Die Geburtenrate in Deutschland ist zwischen 2021 und 2024 deutlich von 1,58 auf 1,35 Kinder pro Frau gesunken.
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TERMINE:

Symposium Geschlechtsinkongruenz
17. September 2025
Berlin

Herbstfortbildung der Universitätsklinik für Gynäkologie und Geburtshilfe Innsbruck
27. September 2025
Innsbruck-Igls, Österreich

Menopause - Andropause - Anti-Aging 2025
23. Oktober 2025 - 25. Oktober 2025
Wien, Österreich

29. Jahrestagung der Deutschen Menopause Gesellschaft
7. November 2025-08:00 - 8. November 2025
Frankfurt am Main

 
 

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