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Liebe Leserinnen und Leser,
seit mehr als 35 Jahren wird Antithymoglobulin (ATG) in der Transplantationsimmunologie eingesetzt, um T-Lymphozyten zu zerstören und so Abstoßungsreaktionen zu verhindern. Auf der Jahrestagung der European Association for the Study of Diabetes (EASD) in Wien (Österreich) berichteten Forschende nun, dass der Wirkstoff auch bei manifestem Typ-1-Diabetes Angriffe des Immunsystems auf die insulinproduzierenden Betazellen verhindern kann.
Das Besondere an der Studie: Über ein adaptives Design gelang es den Wissenschaftlern zu zeigen, dass bereits eine Gabe von 0,5 mg/kg ATG als Ein-Tages-Infusion bei Kindern im Alter von fünf Jahren ausreichte, um das Fortschreiten des Typ-1-Diabetes aufzuhalten oder zumindest zu verzögern. Damit ist erstmals eine krankheitsmodifizierende Therapie für bereits klinischen Typ-1-Diabetes verfügbar, die nicht nur bei jungen Patienten wirksam und sicher, sondern auch in Ländern mit niedrigen Einkommen erschwinglich ist. Beide Faktoren sind angesichts einer weltweit steigenden Inzidenz der Autoimmunerkrankung ein großer Vorteil.
Die Details der vorgestellten Studie sowie weitere interessante Meldungen können Sie im Newsletter nachlesen. Davor aber noch ein Hinweis in eigener Sache: Aufgrund des Feiertages entfällt der Newsletter am 3. Oktober, am 10. Oktober finden Sie ihn dann wieder wie gewohnt in Ihrem Postfach.
Eine aufschlussreiche Lektüre und ein erholsames Wochenende wünscht Ihnen
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