Ausgabe 39/2025

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Freitag, 26. September 2025

Liebe Leserinnen und Leser,

seit mehr als 35 Jahren wird Antithymoglobulin (ATG) in der Transplantationsimmunologie eingesetzt, um T-Lymphozyten zu zerstören und so Abstoßungsreaktionen zu verhindern. Auf der Jahrestagung der European Association for the Study of Diabetes (EASD) in Wien (Österreich) berichteten Forschende nun, dass der Wirkstoff auch bei manifestem Typ-1-Diabetes Angriffe des Immunsystems auf die insulinproduzierenden Betazellen verhindern kann.
Das Besondere an der Studie: Über ein adaptives Design gelang es den Wissenschaftlern zu zeigen, dass bereits eine Gabe von 0,5 mg/kg ATG als Ein-Tages-Infusion bei Kindern im Alter von fünf Jahren ausreichte, um das Fortschreiten des Typ-1-Diabetes aufzuhalten oder zumindest zu verzögern. Damit ist erstmals eine krankheitsmodifizierende Therapie für bereits klinischen Typ-1-Diabetes verfügbar, die nicht nur bei jungen Patienten wirksam und sicher, sondern auch in Ländern mit niedrigen Einkommen erschwinglich ist. Beide Faktoren sind angesichts einer weltweit steigenden Inzidenz der Autoimmunerkrankung ein großer Vorteil.
Die Details der vorgestellten Studie sowie weitere interessante Meldungen können Sie im Newsletter nachlesen. Davor aber noch ein Hinweis in eigener Sache: Aufgrund des Feiertages entfällt der Newsletter am 3. Oktober, am 10. Oktober finden Sie ihn dann wieder wie gewohnt in Ihrem Postfach.
Eine aufschlussreiche Lektüre und ein erholsames Wochenende wünscht Ihnen




   Ihre
   Eva Junker

 

 
 
Immunmodulator kann in niedriger Dosierung das Fortschreiten von Typ-1-Diabetes bei Kindern bremsen

Immunmodulator kann in niedriger Dosierung das Fortschreiten von Typ-1-Diabetes bei Kindern bremsen

Neue Forschungsergebnisse, die auf der Jahrestagung der European Association for the Study of Diabetes (EASD) in Wien (Österreich) vorgestellt wurden, zeigen, dass eine viel geringere Dosis als bisher angenommen des immunmodulatorischen Medikaments Antithymoglobulin dem Fortschreiten von Typ-1-Diabetes (T1D) bei jungen Menschen sicher und wirksam vorbeugen kann.

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Typ-2-Diabetes bei Kindern: Tirzepatid hilft bei der Blutzucker- und Gewichtskontrolle

Tirzepatid kann bei Jugendlichen mit Typ-2-Diabetes, deren Diabetes und Gewicht mit einer Metformin- und/oder Insulinbehandlung nicht kontrolliert werden können, zu deutlichen Verbesserungen beider Parameter führen. Dies berichteten US-amerikanische Forschende auf der Jahrestagung der European Association for the Study of Diabetes (EASD) in Wien (Österreich).

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Entzündung spielt bei lebensgefährlicher Fehlbildung der Babylunge eine wichtige Rolle

Entzündung spielt bei lebensgefährlicher Fehlbildung der Babylunge eine wichtige Rolle

Entzündungszellen spielen in den unterentwickelten Lungen von Kindern mit angeborener Zwerchfellhernie eine bisher unterschätzte Rolle. Das berichten Wissenschaftler der Kinderchirurgie der Universitätsmedizin Leipzig im „American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine“ und hoffen, damit den Grundstein für neue Behandlungsansätze gelegt zu haben.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals


Linderung von Stress und empfundener Stigmatisierung bei Eltern nach Fieberkrämpfen ihrer Kinder.
Pränatale Kortikosteroidgabe bei Zwillingsschwangeren mit Risiko einer späten Frühgeburt – Eine randomisierte klinische Studie.
JAMA Pediatrics, 22.09.2025
Vergleich nicht invasiver Methoden zur Beurteilung der Leberfibrose bei Kindern mit chronischer Hepatitis-C-Virusinfektion.
Pediatr Infect Dis J, 11.09.2025
Die Schlafdauer moderiert den Zusammenhang zwischen Bildschirmzeit und emotionalen und Verhaltensproblemen bei Kleinkindern.
World J Pediatr, 23.09.2025
 
 

C3-Glomerulopathie bei Kindern: Verlauf günstiger als bei Erwachsenen

Die C3-Glomerulopathie (C3G) ist eine seltene Erkrankung, die durch eine Dysregulation des alternativen Komplementwegs bei glomerulären Erkrankungen gekennzeichnet ist. Italienische Wissenschaftler bestätigen jetzt, dass die C3G bei Kindern im Vergleich zu Erwachsenen einen günstigeren Verlauf hat.

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Gentherapie: Hoffnung auf dauerhafte Heilung bei erblindenden Kindern

Gentherapie: Hoffnung auf dauerhafte Heilung bei erblindenden Kindern

In der Augenheilkunde ist Gentherapie längst Realität und entwickelt sich rasant weiter. Über Ergebnisse der Gentherapie für erblindenden Kindern berichtete der Präsident der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG), Prof. Siegfried Priglinger, auf der Vorab-Pressekonferenz zum DOG-Kongress.

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KURZMELDUNGEN:

Forscher warnen vor den Gefahren durch Chemikalien in Kunststoffen für die Gesundheit von Kindern. Sie fordern daher strengere Regeln – und raten Eltern zu einfachen Schutzmaßnahmen.
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Wenige Tage, bevor das Befüllen der elektronischen Patientenakte zur Pflicht wird, sind noch rund 20 Prozent der Praxen nicht mit der nötigen Technik ausgestattet. Unter anderem sind die Software-Hersteller in Verzug.
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Seit 1. September 2025 ist Constanze Pfitzer wissenschaftliche Direktorin des Nationalen Registers für angeborene Herzfehler (NRAHF) am Kompetenznetz Angeborene Herzfehler. Sie appelliert an die Politik, die finanzielle Förderung des Registers nicht einzustellen.
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TERMINE:

BVKJ: Herbst-Seminar-Kongress
10. – 11. Oktober 2025
Hannover

2. Ulmer Neonatologie Symposium – Management und Outcome von kleinen Frühgeborenen
11. Oktober 2025
Ulm

Münchner Workshop „Kindernotfälle“
11. – 12. Oktober 2025
München

7th International Symposium on Paediatric Inflammatory Bowel Disease
22. – 25. Oktober 2025
Sorrento, Italien

Gießener Kinderanästhesiesymposium 2025
1. November 2025
Gießen

 
 

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