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Liebe Leserinnen und Leser,
bei Patienten mit klarzelligem Nierenzellkarzinom und hohem Rezidivrisiko verbesserte die adjuvante Kombination aus Pembrolizumab und dem HIF-2α-Inhibitor Belzutifan nach Nephrektomie das krankheitsfreie Überleben signifikant. Das ergab die Zwischenanalyse der Phase-III-Studie LITESPARK-022, die auf dem ASCO 2026 in San Francisco (USA) vorgestellt wurde. Obwohl diese Ergebnisse ermutigend sind, war die Kombinationstherapie mit einer erhöhten Toxizität verbunden, betonen die Forscher. Man warte daher noch auf Langzeitdaten, um festzustellen, ob dieses Behandlungsschema einen definitiven Überlebensvorteil bietet.
Bestimmte Urin-Biomarker könnten die Früherkennung und phänotypische Differenzierung der diabetischen Nierenkrankheit (DKD) verbessern. In einer Studie aus der Fachzeitschrift „Kidney Diseases“ deuteten bei Patienten mit nicht albuminurischer DKD höhere EGF-Werte auf eine erhaltene tubuläre Integrität hin. Und bei Patienten mit albuminurischer DKD wiesen erhöhte VCAM-1-Werte und leicht reduzierte eGFR auf eine frühe vaskuläre Beteiligung hin. Zudem implizieren positive Korrelationen zwischen IL-18, Rac-1 und Nephrin einen gemeinsamen Entzündungs- und glomerulären Schädigungsmechanismus, erklären die Autoren.
Lesen Sie auch: Wissenschaftler des Universitätsklinikums Bonn haben mit MERLIN einen KI-Algorithmus entwickelt, der anhand von Genaktivitätsmustern die räumliche Herkunft von Immunzellen bestimmt. Besonders relevant sei die Anwendung bei Nierenkrankheiten. Durch die Analyse bereits veröffentlichter Datensätze zu Entzündungen, Sepsis, Transplantations-assoziierten Schäden, und diabetischen Nephropathie habe MERLIN bekannte Krankheitsmechanismen bestätigt und neue Mechanismen in regionsspezifischen Immunreaktionen und Therapieeffekten aufgedeckt.
Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre und ein schönes Wochenende.
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