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Liebe Leserinnen und Leser,
auch diese Woche starten wir mit einer Meldung zur Optimierung bestehender Therapien, in diesem Fall von Immuncheckpoint-Inhibitoren. Per In-vitro-Screening der Metaboliten von Darmmikroben identifizierten Wissenschaftler 3,4-Dihydroxybenzoesäure (DHB) als Substanz, welche die adoptive T-Zell-Therapie verbesserte und die Stammzelleigenschaften von CD8+ T-Zellen durch Unterdrückung der Glykolyse und Regulierung des Akt-mTORC1-Myc-Signalwegs steigerte. Die Krux dabei: DHB ist leider ziemlich instabil. Um dem entgegenzuwirken, modifizierte das internationale Team DHB chemisch zu einem stabilen Prodrug und verkapselte es in einer oralen Nanoemulsion auf Ölsäurebasis. In Mausmodellen zu Darmkrebs, Melanom und Brustkrebs eliminierte das neue Präparat in Kombination mit einer Immuncheckpoint-Blockade die Tumoren vollständig und trug zu einem langfristigen immunologischen Gedächtnis bei. Ob es beim Menschen ebenso erfolgreich ist, müssen klinische Studien nun zeigen.
Gerade in klinische Studien eingetreten ist eine experimentelle Therapie für solide Tumoren: Die gegen MAGE-A4 gerichteten TCR-NK-Zelltherapie ZI-MA4-1 wurde im Rahmen der ZIMA-101-Studie erstmals einer Patientin verabreicht. Die Britin leidet unter einem metastasierten Ovarialkarzinom, MAGE-A4 kommt allerdings auch bei verschiedenen anderen soliden Tumoren vor, darunter Lungenkrebs, Kopf-Hals-Tumoren und Sarkome.
Mehr zu diesen und weiteren Themen finden Sie in diesem Newsletter, auf unserem Nachrichtenportal sowie in unserer Zeitschrift KOMPAKT ONKOLOGIE. Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre und eine entspannte Sommerwoche!
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