Ausgabe 32/2025

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Donnerstag, 07. August 2025

Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Urologie,

seit geraumer Zeit wird in der Urologie diskutiert, ob eine Umbenennung der Grade Group 1 (GG1) beim Prostatakarzinom angebracht wäre. Konkret steht im Raum, die Bezeichnung „Krebs“ aus dieser Diagnose gänzlich zu streichen – um unnötige Ängste und Behandlungen zu vermeiden. Neue Daten aus den USA stehen diesem Vorhaben möglicherweise entgegen. Eine Studie von US-Wissenschaftlern, die bei Weill Cornell Medicine tätig sind, zeigt nämlich, dass jeder sechste Mann mit der Diagnose GG1-Prostatakrebs tatsächlich einem höheren Risiko ausgesetzt ist als aufgrund der Biopsie angenommen wurde. „Ein Teil der Männer mit niedriggradigen Tumoren weist dennoch ungünstige klinische Merkmale auf, die mit schlechteren Krebsprognosen verbunden sind“, so Erstautor Prof. Neal Arvind Patel. Die Forschenden beklagen, dass die Einstufung des GG1-Prostatakarzinoms als risikoarm allein auf Grundlage der Biopsie-Ergebnisse eine falsche Sicherheit suggeriere.

Neue Behandlungsmöglichkeiten wünschen sich auch Patienten, die an Harninkontinenz leiden. Lichtblicke bietet dazu eine Studie aus der Fachzeitschrift „Nature“, in der die Forschenden erstmals den Zusammenhang zwischen Rückenmark und Blasenkontrolle untersuchten. Die Ergebnisse zeigen, dass spezifische Regionen des Rückenmarks mit dem Blasendruck korrelieren. Die neuronalen Mechanismen der Blasenkontrolle zu entschlüsseln könnte somit den Weg für neue Therapien ebnen.

Außerdem gibt es neue Erkenntnisse zur Resistenz gegen Chemotherapie bei Blasenkrebs. US-Wissenschaftler des Baylor College of Medicine untersuchten Tumorproben des muskelinvasiven Harnblasenkarzinoms mittels eines umfassenden Multi-Omics-Ansatzes und konnten möglicherweise Zielproteine für neue Behandlungsansätze identifizieren.

Viel Spaß beim Lesen und eine erfolgreiche Woche wünscht Ihnen

   

   Ihr
   Markus Schmitz
   Dipl.-Biol. Redaktion Urologie

 

 
 
Prostatakrebs: Biopsie-Ergebnisse können das Risiko unterschätzen

Prostatakrebs: Biopsie-Ergebnisse können das Risiko unterschätzen

Laut einer aktuellen US-Studie weisen manche Männer, bei denen Prostatakrebs der „Grade Group One“ (GG1) diagnostiziert wurde, möglicherweise ein höheres Risiko auf, als ihre Biopsie-Ergebnisse es vermuten lassen.

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ASCO 2025: 9-Jahres-OS-Daten für Opdivo® + Yervoy® beim aRCC

Längstes Follow-up für immunonkologische Kombination beim aRCC (1L) kann überzeugen: Nach 9 Jahren (explorative Analyse) waren 3 von 10 Patient:innen mit intermediärem/ungünstigem Risikoprofil unter Opdivo® + Yervoy® am Leben vs. 19 % unter Sunitinib. Lesen Sie mehr zu den Ergebnissen der CheckMate 214 und welche Möglichkeiten Opdivo® + Yervoy® Ihren Patient:innen bieten kann.

Fachinformationen

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Blasenkontrolle: Neue Studie enthüllt die Rolle des Rückenmarks

In einer aktuellen US-Studie wurde die Bildgebung mit funktionellem Ultraschall genutzt, um Veränderungen der Blutflussdynamik im menschlichen Rückenmark während der Blasenfüllung und -entleerung in Echtzeit zu beobachten.

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Mehr als doppelt so lange progressionsfrei mit Nubeqa®

Unter der Triple-Therapie mit Nubeqa® (Darolutamid) in Kombination mit ADT + Docetaxel bleiben Patienten im mHSPC doppelt so lange progressionsfrei (im Vgl. zu ADT + Docetaxel). Auch im Hochrisiko-nmCRPC verzögert Nubeqa® + ADT das Auftreten von Metastasen um mehr als das Zweifache. Dies belegen Studiendaten.

Pflichtangaben NUBEQA® | PP-NUB-DE-0784-1

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Blasenkrebs: Neue Erkenntnisse zur Resistenz gegen Chemotherapie

Blasenkrebs: Neue Erkenntnisse zur Resistenz gegen Chemotherapie

Um besser zu verstehen, warum manche Tumore gegen eine Chemotherapie resistent sind, haben Forschende aus den USA eine detaillierte molekulare Analyse von muskelinvasivem Blasenkrebs (MIBC) durchgeführt.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

 
Verringern prophylaktische Antibiotika die Rate von Harnwegsinfektionen nach roboterassistierter radikaler Zystektomie? Eine randomisierte kontrollierte Studie.
J Uro 01.08.2025.
 
Transkriptom-Profiling von Prostatatumoren von Patienten der ENACT-Studie mit oder ohne Enzalutamid.
BJUI 31.07.2025.
 
Schätzung der Kohlenstoffemissionen eines einzelnen Prostata-spezifischen Antigentests: Ergebnisse einer Lebenszyklusanalyse von der Wiege bis zur Bahre.
European Urology Focus 01.08.2025.
 
Tumor-DNA-basierte Flüssigbiopsie anhand des Urins in der Behandlung von Blasenkrebs: Eine systematische Übersicht.
European Urology Focus 01.08.2025.
 
 

Urinproben: Durchflusszytometrie mit herkömmlicher Kultivierung verglichen

Eine aktuelle Studie des Karolinska Institutet, Schweden, hat die automatisierte Durchflusszytometrie von Urinproben (UFC) mit der herkömmlichen Kultivierung verglichen.

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Harnwegsinfektion: Wachstumsraten uropathogener E. coli-Stämme in vivo untersucht

Harnwegsinfektion: Wachstumsraten uropathogener E. coli-Stämme in situ untersucht

US-Wissenschaftler haben in einem Mausmodell für Harnwegsinfektionen das Wachstum uropathogener Escherichia coli-Stämme untersucht.

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WEITERE NACHRICHTEN:

Forschende vom Deutschen Krebsforschungszentrum haben einen Chatbot auf Basis künstlicher Intelligenz entwickelt, der Urologen bei Weiterbildungen unterstützen soll.
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Nur knapp jeder Dritte verzichtet komplett auf Alkohol und auch beim Thema Bewegung und Ernährung gibt es Nachholbedarf. Was der aktuelle Gesundheitsreport der Deutschen Krankenversicherung über den Alltag Vieler verrät.
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Die Zukunft der Künstlichen Intelligenz könnte in einer Art künstlichem Gehirn liegen. Ein Start-up aus Dresden – Anbieter neuromorpher KI-Chips –  konnte nun einen Großauftrag ergattern.
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TERMINE:

Hamburger Urologische Fortbildungsinitiative (FBI)
8. Oktober 2025
Hamburg

Nephro live: Nephrologie meets Urologie
21. Oktober 2025
Online

Hamburger Urologisches Herbst-Symposium
5. November 2025
Hamburg

AKO Symposium Köln „Uro-Onkologie Update 2025
14. November 2025
Köln

 
 

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