Ausgabe 22/2026

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Donnerstag, 28. Mai 2026

Liebe Leserinnen und Leser,
hatten Sie schon einmal einen Patienten, der nach transurethraler Resektion der Prostata eine rezidivierende Harnröhrenstriktur entwickelte? Umso schlimmer, wenn die Stenose auch noch in der bulbomenranösen Urethra in der Nähe des externen Sphinkters liegt. Zu dieser für den Patienten wie auch für seinen Urologen unangenehmen Situation gab es beim diesjährigen Kongress der American Urological Association eine spannende Debatte. Fünf Experten stellen fünf mögliche Operationstechniken vor, anschließend durfte das Publikum abstimmen.
Stenosen beschäftigen uns auch in unseren nächsten zwei Themen: Bei Nierenobstruktionen und -infektionen aufgrund von Nierensteinen ist schnelle Hilfe nötig. Eine aktuelle Studie zeigt, dass die perkutane Nephrostomie innerhalb von sechs Stunden erfolgen sollte. Bei Kindern mit einseitigem primären vesikoureteralen Reflux lässt sich laut Forschern aus Spanien die differenzielle Nierenfunktion anhand des relativen Nierenvolumens mittels Ultraschall genau vorhersagen.
Von den Kindern zu den Älteren: Bei Patienten über 75 Jahren mit lokalisiertem Prostatakrebs wird die Indikation zur Prostatektomie nur sehr vorsichtig gestellt. Dass bei den Senioren aber nicht per se ein höheres Inkontinenzrisiko besteht, belegt eine Studie aus Australien.
Auch bei der Transplantation einer Niere von einem lebenden Spender stellt der Roboter inzwischen eine gute Option dar, wie Experten aus Spanien berichten.
Noch mehr spannende aktuelle Forschung finden Sie weiter unten unter „Unsere Auswahl“.
Eine instruktive Lektüre und eine erfolgreiche Woche wünscht Ihnen

   

   Ihr
   Markus Schmitz
   Dipl.-Biol. Redaktion Urologie

 

 
 
Rezidivierende Bulbomembranöse Stenose nach TURP - Was tun?

Rezidivierende Bulbomembranöse Stenose nach TURP - Was tun?

Beim Jahrestreffen der American Urological Association (AUA) vom 14.-18.05.2026 in Washington DC (USA) diskutierten Experten in einer Plenarsitzung darüber, wie rezidivierende bulbomembranöse Stenosen nach transurethraler Resektion der Prostata (TURP) behandelt werden können. Fünf verschiedene Techniken standen zur Debatte.

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Advertorial

MIBC - letztes Stadium mit kurativer
Behandlungsmöglichkeit1

Perioperative Behandlungsansätze des MIBC umfassen eine systemische Therapie vor und nach der Operation.2 Dabei verbessert die interdisziplinäre Zusammenarbeit (zw. Onkologie, Urologie, Strahlentherapie und anderen Beteiligten) nachweislich die Gesamtüberlebensrate von MIBC-Patientinnen und Patienten3 und wird in den Praxisleitlinien der ESMO zur optimalen Behandlung von MIBC empfohlen.4

Referenzen

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Nierenobstruktion/-infektion durch Harnleitersteine: Perkutane Nephrostomie möglichst innerhalb von sechs Stunden

Eine Dekompression mittels perkutaner Nephrostomie (PCN) innerhalb von sechs Stunden ist bei Patienten mit durch Harnleitersteine verursachten Nierenobstruktionen und -infektionen mit deutlich besseren infektiologischen und klinischen Ergebnissen verbunden. Das berichtet ein Forscherteam um Erstautorin Orel Hemo.

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Sicher in die Blase

Das Mitomycin von APOGEPHA. Für die intravesikale Anwendung zur Rezidivprophylaxe bei nicht-invasivem Harnblasenkarzinom nach transurethraler Resektion. Urocin® 20 mg und Urocin® 40 mg – 36 Monate haltbar.

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Kinder mit einseitigem vesikoureteralen Reflux: Präzise Vorhersage der differenziellen Nierenfunktion mittels Ultraschall möglich

Kinder mit einseitigem vesikoureteralen Reflux: Präzise Vorhersage der differenziellen Nierenfunktion mittels Ultraschall möglich

Bei Kindern mit einseitigem primären vesikoureteralen Reflux lässt sich laut Forschern aus Spanien die differenzielle Nierenfunktion anhand des relativen Nierenvolumens (RRV) mittels Ultraschall genau vorhersagen.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

IDH1-Mutationen sind mit günstigen Prognosen bei Prostatakrebs assoziiert.
Eur Urol 13.05.2026

Auswirkungen von Hormon- und Strahlentherapie auf die Blasenauslassobstruktion bei lokalisiertem Prostatakarzinom mit hohem Risiko: Eine prospektive Druck-Fluss-Studie
Int J Urol 2026;33(5):e70502

Curriculumbasiertes Training verbessert die Durchführung der transurethralen Resektion von Blasentumoren im Vergleich zu konventionellem Training: das Projekt „EuropeaN Training in uRologY“ (ENTRY)
BJU Int 2026;137(6):1026-1031

 
 

Roboterassistierte radikale Prostatektomie bei ausgewählten älteren Patienten nicht mit höherem Inkontinenzrisiko verbunden

Die roboterassistierte radikale Prostatektomie (RARP) erhöht bei sorgfältig ausgewählten älteren Patienten nicht das Risiko einer Harninkontinenz und sollte in einer alternden Bevölkerung mit höherer Lebenserwartung nicht außer Acht gelassen werden.

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Geringere Morbidität und weniger Reinterventionen bei roboterassistierter Lebendnierentransplantation

Geringere Morbidität und weniger Reinterventionen bei roboterassistierter Lebendnierentransplantation

In erfahrenen Zentren und bei entsprechend ausgewählten Empfängern kann eine roboterassistierte Nierentransplantation (RAKT) mit einem Organ eines lebenden Spenders eingesetzt werden, um die perioperative Morbidität und die Zahl der Reinterventionen zu senken, ohne die frühe Nierenfunktion oder das langfristige Überleben von Patient und Transplantat zu beeinträchtigen.

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WEITERE NACHRICHTEN:

Dr. Stefan Machtens, Chefarzt der urologischen Abteilung der GFO Kliniken Rhein-Berg in Bergisch Gladbach (NRW), arbeitet seit 20 Jahren an der urologischen Klinik, die ihrerseits seit 50 Jahren existiert.
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Medizinstudentinnen berichteten auf dem Deutschen Ärztetag in Hannover über sexuelle Belästigungen. Die Ärztekammer zeigte sich betroffen und kündigte Konsequenzen für den nächsten Kongress an.
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TERMINE:

BVU-Frühjahrstagung und Mitgliederversammlung 2026
29.–30. Mai 2026
Bad Ischl (Österreich)

American Society of Clinical Oncology Annual Meeting 2026
29. Mai–2. Juni 2026
Chicago (USA)

Symposium 2026: Der Beckenboden – Evidenz, Herausforderungen, Perspektiven
10. Juni 2026
Regensburg

 
 

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