Ausgabe #1/2026

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Mittwoch, 17. Juni 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

es ist wieder so weit: Der 38. Internationale Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgie (DOC) öffnet vom 18. bis 20. Juni erneut seine Tore im Nürnberger Congress Centrum (NCC Ost). Auf unserem Fachportal werden wir Sie rund um den DOC-Kongress 2026 informieren. Im heutigen Newsletter geben wir Ihnen vorab einen Überblick über jene Themen, die die Augenchirurgie beschäftigen.

Quo vadis Ophthalmochirurgie 2026? Neuigkeiten rund um die refraktive Linsen- und Kataraktchirurgie, Netzhaut-, Glaukom-, Hornhaut- sowie Orbitachirurgie stehen wieder im Mittelpunkt des DOC-Kongresses. Anerkannte Experten präsentieren auch diesmal Innovationen und Weiterentwicklungen aus allen Bereichen der operativen Augenheilkunde. Breiten Raum nimmt auf der DOC traditionell die praktische Augenchirurgie ein. Neben der Video-Live-Surgery richten sich vielfältige Kurs- und Wetlab-Angebote ebenso an Anfänger wie auch an fortgeschrittene Operateure. Des Weiteren werden Themen wie Praxismanagement, Künstliche Intelligenz, Medizinrecht oder Gesundheitspolitik adressiert. Im Interview mit DOC-Präsident Dr. Armin Scharrer erhalten Sie einen ersten Eindruck, worauf es aktuell in der Augenchirurgie ankommt.

 
 

DOC 2026: Schon vor der Linsenoperation durch echte IOL sehen

Welche Innovationen bietet die Ophthalmochirurgie 2026? Wo bestehen aktuell besondere Herausforderungen in der operativen Augenheilkunde? Worauf dürfen sich die Teilnehmenden des 38. Internationalen Kongresses der Deutschen Ophthalmochirurgie freuen? Dies und vieles mehr haben wir im Vorfeld des Kongresses mit DOC-Präsident Dr. Armin Scharrer besprochen.

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In seiner Keynote-Lecture am Donnerstag (18.06.) befasst sich Dr. Georg Gerten (Köln) mit der Bedeutung torischer Intraokularlinsen (IOL) für eine zunehmend refraktiv orientierte Kataraktchirurgie. Gerten wertet diesen Linsentyp als „grundlegenden Paradigmenwechsel“. Die Kataraktchirurgie werde seit der Verfügbarkeit dieser IOL mehr und mehr als „optisch planende und funktionell ausgerichtete Chirurgie“ verstanden … und nicht länger nur als das bloße Beseitigen einer getrübten Linse. An der Torik lasse sich zudem exemplarisch zeigen, wie eng Diagnostik, Biometrie, operative Technik und refraktives Ergebnis in der modernen Linsenchirurgie miteinander verknüpft seien

 
 
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Clareon® PanOptix® Pro mit der proprietären ENLIGHTEN® NXT Technologie überzeugt mit 50 % weniger Streulicht im Vergleich zu Clareon® PanOptix®1-3,* und erreicht mit 94 % Lichtausbeute nahezu den theoretisch maximal erreichbaren Wert für diffraktive Optiken von 96 %1-4,*,**,†. Entwickelt wurde sie für eine unterbrechungsfreie Lichtverteilung vom Fern- zum Nahbereich sowie für einen um 16 % gesteigerten Kontrast zwischen Fern- und Zwischenbereich.1,‡ Clareon® PanOptix® Pro basiert auf dem bewährten PanOptix® Design – mit klinisch erwiesener geringer Rate visueller Nebeneffekte, hoher Brillenunabhängigkeit und sehr hoher Patientenzufriedenheit.5-7,¶,°,¥

Referenzen

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Die zunehmende Auswahl an verschiedenen IOL-Designs reflektiert einen Paradigmenwechsel in der Kataraktchirurgie: weg von der reinen Wiederherstellung der Sehschärfe, hin zu einer differenzierten Optimierung der visuellen Funktion. Diese Position begründen auch Prof. Christina Leydolt und Dr. Nikolaus Mahnert (beide MedUni Wien) in ihrem Fachbeitrag. Die präoperative Evaluation sollte daher neben klassischen Parametern auch die individuelle Sensitivität gegenüber Kontrastverlusten sowie die visuellen Anforderungen des Patienten berücksichtigen.

 
 

Kontrastsehen nach Kataraktoperation – Verbesserung der Sehfunktion gewinnt zunehmend an Bedeutung

Die funktionelle ­Sehqualität nach Kataraktoperation wird traditionell primär über die bestkorrigierte Sehschärfe, also einen Hochkontrastvisus definiert. Diese Kenngröße bildet die visuelle Leistungsfähigkeit jedoch nur unvollständig ab. Insbesondere das Kontrastsehen stellt einen entscheidenden Parameter zur subjektiven Sehqualität und Patientenzufriedenheit dar.

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Das Diabetische Makulaödem (DMÖ) ist die Hauptursache für eine Visusminderung bei Patienten mit Diabetes mellitus. Circa 40 Prozent aller Diabetes-Patienten entwickeln ein DMÖ im Laufe ihres Lebens. Angesichts der steigenden Zahl von Diabetikern erwartet man, dass das DMÖ künftig ein wachsendes medizinisches Problem darstellen wird. Wie bei diesen Patienten das bestmögliche Behandlungsergebnis erreicht werden kann, erläutert Prof. Mathias Maier (TUM/Klinikum r. d. Isar) in einer Übersichtsdarstellung zum Thema.

 
 
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Glaukom: First-Line-Therapie im Blick

Nach Diagnose und Entscheidung für eine medikamentöse Therapie sind Prostaglandinanaloga in den meisten Fällen die First-Line-Therapie beim Offenwinkelglaukom.1 Latanoprost (z. B. Xalatan®) wird 1x tgl. angewendet und zeigt eine wirksame Augeninnendrucksenkung bei günstigem systemischem Sicherheitsprofil.1,2 Reicht eine Monotherapie nicht aus, kann Latanoprost/Timolol (Xalacom®) eine Option sein.3

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Quellen

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Wo stehen wir in Bezug auf den klinischen Einsatz und einen nachgewiesenen Nutzen von KI-Anwendungen im Gesundheitswesen? Wie können wir umgehen mit Herausforderungen wie Halluzinationen, kriminellen Prompt-Injektionen, schlecht validierten KI-Algorithmen oder Modellen, deren Entwicklung gar auf „dubiosen Datenbeständen“ beruht? Welche Rolle spielt der sogenannte „Automation Bias“ für den langfristigen Einsatz von KI-Anwendungen? Diesen und weiteren Fragen geht Prof. em. Hans-Ulrich Prokosch (Erlangen) in seiner Keynote-Lecture nach.

 
 

Erwartungen, Realität und Risiken: Anwendung von KI in der Telemedizin

Die Entwicklung von Methoden der Künstlichen Intelligenz (KI) hat in den letzten zwei Jahren – analog zur generellen Bedeutung der KI für die Medizin – auch im Bereich der Telemedizin deutlich zugenommen. Dies wird unter anderem belegt durch die Anzahl der Publikationen zu diesem Stichwort, die sich gemäß einer Pubmed-Recherche von 346 Publikationen in 2024 auf 634 Publikationen in 2025 fast verdoppelte.

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In der Augenheilkunde wird zunehmend diskutiert, ob glaukomchirurgische Eingriffe zu früh und zu häufig erfolgen. Könnten konservative Behandlungsmethoden in vielen Fällen ausreichend und vorteilhafter sein? Der Beitrag von PD Dr. Markus Lenzhofer (Salzburg) beleuchtet anhand der Stufentherapie die Entscheidungsfindung zwischen konservativer und operativer Therapie. Grundlagen hierfür sind klinische Parameter, Risikofaktoren und patientenspezifische Aspekte.

 
 

Stufentherapie der Glaukome – Kriterien und Grenzen des nicht operativen Vorgehens

Die Stufentherapie der Glaukome stellt in der modernen Augenheilkunde einen essenziellen Ansatz dar, um individuell angepasste Therapieentscheidungen zu treffen. Dabei wird zunehmend diskutiert, ob operative Eingriffe zu früh und zu häufig erfolgen, obwohl konservative Behandlungsmethoden in vielen Fällen ausreichend und vorteilhafter sein könnten.

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Veranstaltungstipps des DOC-Präsidenten:

  • Video Live Surgery: Donnerstag 18.06. 17.0018.30 Uhr, Saal H 5
  • Video Live Surgery Festival: Freitag 19.06. 8.00–9.30 Uhr, Saal Tokio
  • General Session: Freitag 19.06. 9:30–11:45 Uhr, Saal Tokio

Unsere Empfehlungen:

Donnerstag18.06.

  • CD1: Consilium diagnosticum; 10:30–12:00 Uhr, Saal St. Petersburg
  • H2: Glaukom (aktuelle Kontroversen); 10:45–11:30 Uhr, Saal Tokio
  • BAS 1: Belegarzt-Symposium: Nach der Krankenhausreform: Wie geht es mit Belegabteilungen und Fachkrankenhäusern weiter?; 15:30–17:30 Uhr, Saal Prag

Freitag 19.06.

  • SA 3: Seminar für die Praxis des Augenarztes: Ist die automatisierte IVOM eine reale Alternative? – Robotik in der Augenheilkunde; 12:50–13:15 Uhr, Saal St. Petersburg
  • HH 4: Erkrankungen der Hornhautoberfläche – Neue Konzepte in der Therapie; 14:30–16:30 Uhr, Saal Krakau
  • CR 1: Consilium retinologicum – operieren, injizieren oder protrahieren?; 16:30–18:00 Uhr,
    Saal A

Samstag 20.06.

  • SA 13: Seminar für die Praxis des Augenarztes: Myopie-Management bei Kindern 2026 – Wann beginnen und wie?; 9:20–9:45 Uhr, Saal St. Petersburg
  • H 12.8: Keynote Lecture: Intravitreal Methotrexate for PVR (Marco A. Zarbin, Newark); 10:05–10:25 Uhr, Saal Tokio
  • SKI 1: Symposium KI in Augenchirurgie und Augenheilkunde; 10:45–12:15 Uhr, Saal Shanghai

Neben den hier genannten Empfehlungen bietet der DOC-Kongress 2026 auch in diesem Jahr wieder ein umfassendes wissenschaftliches Programm – gefüllt mit Vorträgen, Kursen, Consilien, Foren et cetera zu allen ophthalmologischen Fachdisziplinen. Es liegen also erkenntnisreiche Tage vor uns.

Einen spannenden, erfolgreichen DOC-Kongress wünschen Ihnen

Ihre Sandy Schulz und Ihr Dieter Kaulard

 

 

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