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Liebe Leserin, lieber Leser,
neue Studien liefern spannende Einblicke in Psoriasis und Atopische Dermatitis, von Sicherheitsdaten moderner Biologika über mögliche krankheitsmodifizierende Effekte einer frühen Interleukin- 17-Blockade bis hin zu Umweltfaktoren und Ernährungsaspekten.
Wir wünschen Ihnen eine aufschlussreiche Lektüre und freuen uns über Ihr Feedback unter [email protected].
Ihre Redaktion von Biermann Medizin
Heutiger Schwerpunkt: Psoriasis / Atopische Dermatitis
Eine populationsbasierte Analyse aus den Vereinigten Staaten weist auf einen möglichen Zusammenhang zwischen einer diätetischen Natriumaufnahme und Psoriasis hin. Pro zusätzlichem Gramm Natrium im 24-Stunden-Urin stiegen die Odds für Psoriasis in einer UK-Biobank-Analyse um 18 Prozent. Künftige prospektive Studien sollen klären, ob eine Salzreduktion den Krankheitsverlauf beeinflussen kann.
Welche Rolle Umweltfaktoren spielen, untersuchte eine Arbeitsgruppe aus Kanada. Die Analyse von 42 Studien zeigt, dass Luftschadstoffe und extreme Temperaturen mit einer höheren Krankheitslast der Atopischen Dermatitis verbunden sind. Steigende Konzentrationen von Feinstaub, Schwefeldioxid oder Stickstoffdioxid gingen mit mehr Arztbesuchen aufgrund der Erkrankung einher. Auch Hitze- und Kälteextreme erhöhten die Inanspruchnahme medizinischer Leistungen.
Wie stark Krankheitsschübe den weiteren Verlauf der Atopischen Dermatitis prägen, zeigt eine Kohortenstudie aus Dänemark. Die Analyse der Danish Skin Cohort mit 878 Patienten ergab: Häufigkeit, Dauer und Schwere von Schüben sagen die Krankheitsaktivität und Lebensqualität im Folgejahr voraus. Gleichzeitig beeinflusst der aktuelle Schweregrad die zukünftige Zahl der Schübe.
Dermatologen aus Spanien analysierten anhand von Registerdaten die Sicherheit systemischer Therapien bei mittelschwerer bis schwerer Psoriasis. Die Auswertung von 4212 Patienten mit insgesamt 7590 Behandlungszyklen zeigt: Mehrere neuere Biologika weisen im klinischen Alltag ein günstigeres Sicherheitsprofil auf als Adalimumab. Auch organspezifische Nebenwirkungen unterschieden sich zwischen den Therapien.
Ein Forschungsteam aus China untersuchte den frühen Einsatz von Interleukin-17-Inhibitoren bei moderater bis schwerer Plaque-Psoriasis. In ihrer multizentrischen Kohortenstudie führte eine frühe Therapie mit Secukinumab oder Ixekizumab zu einem raschen klinischen Ansprechen und begünstigte langfristige therapiefreie Remissionen. Unter Patienten mit sehr kurzer Krankheitsdauer blieb ein großer Teil nach Absetzen der Therapie ein Jahr lang ohne erneute systemische Behandlung. Die Autoren sehen darin Hinweise auf ein mögliches krankheitsmodifizierendes Potenzial dieser Wirkstoffklasse.
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