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Montag, 01. Dezember 2025

Liebe Leserin, lieber Leser,

dieses Mal erfahren Sie in unserem Schwerpunkt-Newsletter Neues aus der Forschung zu verschiedenen gastrointestinalen Tumoren.

Wir wünschen Ihnen eine aufschlussreiche Lektüre und freuen uns über Ihr Feedback unter [email protected].

Ihre Redaktion von Biermann Medizin

 

Heutiger Schwerpunkt: Gastroenterologische Onkologie

Sport oder zumindest regelmäßige körperliche Aktivität ist in jeder Lebenssituation eine gute Idee. Dass auch Krebspatienten allgemein davon profitieren, ist bekannt. Speziell für Patienten mit Dickdarmkrebs hat dies nun auch die CHALLENGE-Studie erneut bestätigt: Die Autoren beobachteten bei den untersuchten Patienten, die über einen Zeitraum von drei Jahren ein Trainingsprogramm absolvierten, ein signifikant längeres krankheitsfreies Überleben.

Mit Faktoren, die den Anstieg der Fünf-Jahres-Überlebensrate bei Pankreaskarzinomen in den vergangenen zehn Jahren beeinflusst haben, haben sich die Autoren einer anderen Arbeit beschäftigt. Sie ermittelten eine Zunahme der Fünf-Jahres-Gesamtüberlebensrate um zwölf Prozent und bringen diese insbesondere mit einer besseren Überlebensrate bei Patienten mit lokalisierter Erkrankung in Zusammenhang.

Keinen Zusammenhang – oder zumindest keinen eindeutigen – haben die Verfasser einer Publikation zu oralen Kontrazeptiva und Leberkrebs bei Frauen feststellen können. Die Forschenden hatten Daten aus zwei großen prospektiven Kohorten ausgewertet und zusätzlich eine systematische Überprüfung und Metaanalyse von Beobachtungsstudien vorgenommen.

Lesen Sie außerdem in unserem Newsletter, wie die chirurgische Resektion und die Radiofrequenzablation im Vergleich bei kleinen Hepatozelluären Tumoren abschneiden und wie die Studienlage zum Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Behandlung gastrointestinaler Tumore aussieht.

 

Neueste Studien zum Thema:

 
 

Nach adjuvanter Chemotherapie beim Kolonkarzinom: Strukturiertes Training verlängert das (krankheitsfreie) Überleben

Körperliches Training kann den Behandlungserfolg bei Dickdarmkrebs verbessern. Entsprechende Hinweise aus präklinischen und Beobachtungs­studien wurden jetzt durch die CHALLENGE-Studie erhärtet.

Courneya KS et al. Structured Exercise after Adjuvant Chemotherapy for Colon Cancer. N Engl J Med 2025;393(1):13–25. https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa2502760

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Data made in Germany: Opdivo®+CTx zuverlässig in 1L GC/GEJC

Aktuelle Daten der NIS INGA aus 74 deutschen Zentren bestätigen die gute Wirksamkeit von Opdivo® + CTx in der 1L bei GC/GEJC (HER2-, CPS ≥5). Trotz eines Kollektivs mit schlechterem ECOG PS und höherem Alter im Vergleich zur Zulassungsstudie CM649 belegen die Daten ein vergleichbares Gesamtüberleben. Die Lebensqualität verbesserte sich z.B. durch weniger Schmerzen und einen leichteren Alltag.1-3

Fachinformation | Referenzen

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Faktoren, die die Überlebensraten bei Bauchspeicheldrüsenkrebs beeinflussen

Eine Analyse zu den Trends, die den Anstieg der Fünf-Jahres-Überlebensrate bei Pankreaskarzinomen (PaC) in den vergangenen zehn Jahren beeinflusst haben, bestätigt, dass die Fünf-Jahres-Gesamtüberlebensrate von zwölf Prozent insbesondere auf eine verbesserte Überlebensrate bei Patienten mit lokalisierter Erkrankung zurückzuführen ist.

Rahib L et al. Factors Driving Pancreatic Cancer Survival Rates. Pancreas 2025;54(6):e530–e536.

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Leberkrebsrisiko bei Frauen: Kein klarer Zusammenhang mit Kontrazeptiva-Einnahme festzustellen

Lange wurde vermutet, dass die Einnahme oraler Kontrazeptiva das Risiko für Leberkrebs erhöht. Die International Agency for Research on Cancer kam 1999 zu dem Schluss, dass aus­reichende Hinweise für einen Zusammenhang vorliegen, doch diese ­Einschätzung basierte auf Fall-Kontroll-Studien mit nur wenigen Leberkrebsfällen.

Watling CZ et al. Oral contraceptive use and risk of liver cancer: a population-based study, systematic review, and meta-analysis. Lancet Oncol 2025;26(8):1031–1042.

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Hepatozelluläres Karzinom: Chirurgische Resektion bei kleinen Tumoren der Radiofrequenzablation nicht überlegen

Forschende um Dr. Yoshikuni Kawaguchi von der Universität Tokio haben eine randomisierte kontrollierte Studie (SURF-RCT) durchgeführt, um die Wirksamkeit von chirurgischer Resektion versus Radiofrequenzablation (RFA) beim Hepatozellulären Karzinom (HCC) zu bewerten.

Kawaguchi Y et al. Surgery Versus Ablation for Hepatocellular Carcinoma: A Randomized Controlled Trial (SURF-RCT Trial) and a Nonrandomized Prospective Observational Trial (SURF-Cohort Trial). J Clin Oncol 2025 10;43(23):2628–2638.

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Gastrointestinale Tumoren erkennen und behandeln: Wie kann Künstliche Intelligenz sinnvoll genutzt werden?

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) kann die Behandlung und Gesundheitsversorgung von Patienten maßgeblich verbessern. Doch über das konkrete wie und wo herrschen derzeit noch Unklarheiten.

Sorensen LE et al. The utility of artificial intelligence in gastrointestinal oncology: A systematic review of randomized controlled trials. Cancer 2025;131(18):e70043.

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Mehr aktuelle Forschung:

Gebrechlichkeit als Prädiktor für postoperative Outcomes bei älteren Patienten mit gastroösophagealer Krebserkrankung. Systematischer Review und Metaanalyse
BMC Geriatr, 28.11.2025

Präoperative Risikofaktoren für frühe Rezidive und das rezidivfreie Überleben nach R0-Resektion von Gallenblasenkarzinomen
Medicine (Baltimore), 31.10.2025

Präopoerativer Wert von Präalbumin im Serum als prognostischer Marker für das Überleben nach Resektion von Gallenblasentumoren. Eine multizentrische Studie
BMC Gastroenterol, 27.11.2025

Frühe Vorhersage einer Metastasierung in die Leber bei Bauchspeicheldrüsenkrebs unter Verwendung klinischer Routinedaten. Ein extern validiertes Modell Maschinellen Lernens
BMC Cancer, 27.11.2025

 

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