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Liebe Leserin, lieber Leser,
im Mittelpunkt unseres Schwerpunkt-Newsletters stehen dieses Mal Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen. Dabei liegt der Fokus auf der Ernährung von Patienten mit Morbus Crohn und Colitis ulcerosa.
Wir wünschen Ihnen eine aufschlussreiche Lektüre und freuen uns über Ihr Feedback unter [email protected].
Ihre Redaktion von Biermann Medizin
Heutiger Schwerpunkt: Morbus Crohn/Colitis Ulcerosa
In der Weihnachtszeit geht es ja häufig ums Essen – für Menschen, die an einer Chronisch-entzündlichen Darmerkrankung leiden, ist das ein heikles Thema. Das Vermeiden bestimmter Lebensmittel kann sich dabei – aus Angst vor einer Verstärkung von CED-Symptomen seitens der Betroffenen – sogar zu einer regelrechten Ess-Störung auswachsen. So ließen in einer aktuellen Studie aus den USA Angaben von etwa einem Fünftel der teilnehmenden Patienten mit CED auf eine vermeidende restriktive Ess-Störung schließen. In der Phase zwischen zwei Krankheitsschüben stellte die Angst vor gastrointestinalen Symptomen den einzigen Prädiktor für ein solches Ess-Verhalten dar.
Mit der Frage, ob es mit einem erhöhten Risiko für Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa assoziiert ist, wenn regelmäßig Nüsse und Hülsenfrüchte auf dem Speiseplan stehen, haben sich die Autoren einer anderen Untersuchung beschäftigt. Sie stellten in einer Analyse von Daten aus drei großen US-Studien (Nurses‘ Health Study I und II, Health Professionals Follow-Up Study) fest, dass der Verzehr von Nüssen bei übergewichtigen oder adipösen Personen mit einer Senkung des Morbus-Crohn-Risikos in Zusammenhang zu stehen schien.
Krampfartige Schmerzen gehören zu den Leitsymptomen von CEDs, wobei diese Beschwerden nicht ausschließlich im Rahmen eines Krankheitsschubes auftreten. In einer landesweiten britischen Studie haben deren Autoren die jährliche Prävalenz aller über einen längeren Zeitraum und gleichzeitig verschriebenen Opioide, Gabapentinoide und Sedativa in diesem Zusammenhang ermittelt. Das Ergebnis: Die Rate der Verschreibungen lag für Erwachsene mit neu aufgetretener CED bei etwa 20 Prozent. Dabei warnen die Wissenschaftler vor dem Risiko einer erhöhten Mortalität, einer paradoxen Verschlechterung der Schmerzen und der Gefahr von Unterbrechungen der CED-Therapie in diesem Zusammenhang.
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