|
Liebe Leserinnen und Leser,
Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen stehen im Fokus unseres neuen Schwerpunkt-Newsletters. Sie finden darin neue Forschungsergebnisse zu Morbus Crohn und Colitis ulcerosa im Kindesalter sowie zu Ernährung, Sarkopenie und Schwangerschaft bei Betroffenen.
Wir wünschen Ihnen eine aufschlussreiche Lektüre und freuen uns über Ihr Feedback unter [email protected].
Ihre Redaktion von Biermann Medizin
Heutiger Schwerpunkt: Morbus Crohn/Colitis Ulcerosa
Die Zahl der Fälle Chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen (CEDs) nimmt inzwischen weltweit zu – nicht mehr nur, wie in der Vergangenheit, in Nordamerika und Europa. Neuere Forschungsergebnisse deuten auch auf ein wachsendes Problem in Schwellenländern hin. Sich verändernde Ernährungsweisen auch in Afrika, Asien und Lateinamerika scheinen dabei eine Rolle zu spielen.
In einer aktuellen Untersuchung haben deren Autoren sich mit dem Thema Ernährung und CEDs näher befasst. Sie konnten in ihrer Studie unter anderem ausmachen, dass Fettsäuren in einem positiven Zusammenhang mit CED-Remissionen stehen.
Probleme mit der Ernährung, vor allem zu wenig Eiweiß, können zum Abbau von Muskelmasse führen. Wie sich eine zum Zeitpunkt der Diagnose eines Morbus Crohn bestehende Sarkopenie bei Kindern auswirkt, haben italienische Wissenschaftler jüngst untersucht. Sie beobachteten, dass die Beurteilung des Psoas-Muskels wichtige Hinweise auf die klinischen Outcomes – beispielsweise Crohn-Schübe, Komplikationen und Hospitalisierungen – geben kann.
Bei der Colitis ulcerosa haben die Verfasser einer neuen Arbeit festgestellt, dass eine rektale Entzündung vor der Bildung eines Pouches das Risiko für dessen Versagen nicht beeinflusst. Auch die Wahrscheinlichkeit von postoperativen Komplikationen oder einer langfristigen Pouchdysfunktion wurde als unter diesen Umständen nicht erhöht angesehen.
Lesen Sie außerdem, ob es beim Morbus Crohn im Kindesalter Unterschiede bei Krankheits- und Therapieverlauf je nach Lokalisation gibt und über das Risiko für einen Ileus in der Schwangerschaft nach präkonzeptioneller CED-Operation.
|