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Liebe Leserin, lieber Leser,
in unserem besonderen Schwerpunkt-Newsletter geht es dieses Mal um die gynäkologische Onkologie.
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Ihre Redaktion von Biermann Medizin
Heutiger Schwerpunkt: Gynäkologische Onkologie
Stromale tumorinfiltrierende Lymphozyten (sTILs) könnten als Biomarker dienen, um abzuschätzen, ob Patientinnen mit triple-negativem Mammakarzinom (TNBC) im Stadium 1 von einer neoadjuvanten oder adjuvanten Chemotherapie profitieren werden. Laut einer Auswertung des Niederländischen Krebsregisters hatten Patientinnen mit TNBC und hohen Konzentrationen an sTILs auch ohne Chemotherapie ein ausgezeichnetes brustkrebsspezifisches Zehn-Jahres-Überleben.
Bei Patientinnen mit einem metastasierten Hormonrezeptor-positiven Mammakarzinom, das HER2 gering (HER2-low) oder sehr gering (HER2-ultralow) exprimiert, führt die Behandlung mit Trastuzumab-Deruxtecan nach Vortherapie mit mindestens einer endokrinen Therapie zu einem längeren progressionsfreien Überleben als eine Chemotherapie. Das zeigt eine Phase-III-Studie, über deren Ergebnisse US-Forschende im „New England Journal of Medicine“ berichten.
Beim Hormonrezeptor-positiven, HER2-negativen fortgeschrittenen Brustkrebs zögert die Kombination aus Capivasertib und Fulvestrant eine Verschlechterung des globalen Gesundheitsstatus bzw. der Lebensqualität (GHS/QOL) der Betroffenen ähnlich lange hinaus wie eine Fulvestrant-Monotherapie. Das zeigt die laufende Phase-III-Studie CAPItello-291, über die eine internationale Forschungsgruppe jetzt in „The Lancet Oncology“ berichtete.
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