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Freitag, 27. März 2026

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Herzinsuffizienz ist in Deutschland der häufigste Grund für eine Hospitalisierung: Mehr als 450.000 Patienten werden hierzulande jährlich wegen einer Herzschwäche im Krankenhaus behandelt. Einige interessante neue Studien zum Thema finden Sie im heutigen Schwerpunkt-Newsletter.

Eine erkenntnisreiche Lektüre wünscht
 

Ihre Redaktion von Biermann Medizin

Schwerpunkt: Herzinsuffizienz

Magnesium ist essenziell für die Funktion von Kardiomyozyten. Wie bei fast allem gibt es aber auch hier ein zu viel und ein zu wenig. Doch wo genau liegen diese Grenzen bei Patienten mit Herzinsuffizienz? Dieser Frage widmeten sich zwei Studien im „European Heart Journal“. Eine Nachauswertung der randomisierten Studie GALACTIC-HF analysierte den Zusammenhang zwischen Magnesiumspiegeln und Prognose, während eine US-Kohortenstudie den Einfluss einer oralen Supplementierung auf klinische Outcomes untersuchte.

Beide Studien unterstreichen die Bedeutung einer regelmäßigen Kontrolle der Magnesiumspiegel bei Patienten mit Herzinsuffizienz. Denn zu hohe Werte waren mit einem erhöhten Risiko für Herzinsuffizienz-bedingte Hospitalisierungen und kardiovaskulären Tod assoziiert. Hingegen könnte eine Supplementierung bei ausgeprägter Hypomagnesiämie einen gewissen protektiven Effekt haben. Bei mittleren Werten scheint eine pauschale Supplementierung allerdings nicht sinnvoll. Insgesamt fehlen jedoch weiterhin randomisierte kontrollierte Studien, um Wirksamkeit und Sicherheit der Supplementierung verlässlich zu bewerten.

Lesen Sie außerdem im heutigen Newsletter spannende Erkenntnisse zu den Fragen: Sind Betablocker bei komorbider COPD sicher? Kann die Herzinsuffizienz-Medikation nach Rhythmuskontrolle bei VHF-bedingter Kardiomyopathie abgesetzt werden?  Und bietet der ICD auch über einen langen Zeitraum einen Überlebensvorteil?

Haben Sie Feedback? Wir freuen uns, unter [email protected] von Ihnen zu hören!

 

Neueste Studien zum Thema:

 
 

Wie Magnesiumspiegel die HFrEF-Prognose beeinflussen

Wie wirken sich unterschiedliche Serumkonzentrationen von Magnesium auf die Prognose von Patienten mit HFrEF aus? Dieser Frage ging eine Forschungsgruppe aus den USA und dem Vereinigten Königreich unter Auswertung der Daten der GALACTIC-HF-Studie nach.

Chimura M et al. Serum magnesium and outcomes in heart failure with reduced ejection fraction: the GALACTIC-HF trial. Eur Heart J 2026;47(1):69–79.

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Neues zur ATTR-CM auf dem DGK-Kongress

Vom 8.–11. April 2026 erwartet Sie die DGK-Jahrestagung in Mannheim und Pfizer ist mit dabei! Freuen Sie sich auf geballtes Wissen in zwei spannenden Symposien zur Diagnostik und Therapie der ATTR-CM sowie zur vernetzten Versorgung von Amyloidose-Patient:innen. Erfahren Sie mehr und besuchen Sie uns an unserem Stand Nr. 123!

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Magnesium-Gabe bei Herzinsuffizienz: Vermutlich nur bei Mangelzuständen sinnvoll

Patienten, die unter einer Herzinsuffizienz (HF) leiden und zugleich einen Magnesiummangel aufweisen, könnten laut den Ergebnissen einer Kohortenstudie aus den USA von einer oralen Magnesium-Supplementierung profitieren.

Yin Y et al. Oral magnesium and outcomes in US veterans with heart failure. Eur Heart J 2026;47(1):80–90.

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Betablocker bei Patienten mit HFrEF und COPD wirksam und sicher

Betablocker sind auch bei Patienten mit HFrEF und COPD sicher und wirksam: Eine Analyse des schwedischen Herzinsuffizienz-Registers zeigt ein niedrigeres Risiko für kardiovaskulären Tod und HF-bedingte Hospitalisierungen – ohne erhöhte COPD-Exazerbationen.

Beer BN et al. Beta-blockers in patients with heart failure with reduced ejection fraction and concomitant chronic obstructive pulmonary disease: Cardiovascular and respiratory outcomes. Eur J Heart Fail 2025; 27(12):2858–2868.

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VHF-bedingte Kardiomyopathie: Absetzen der Herzinsuffizienz-Medikation nach Rhythmuskontrolle vermutlich sicher

Nach erfolgreicher Rhythmuskontrolle und normalisierter LVEF könnte die Herzinsuffizienz-Therapie verzichtbar sein: Die Studie WITHDRAW-AF zeigt, dass ein Absetzen bei vielen Patienten mit VHF-bedingter Kardiomyopathie ohne Funktionsverlust möglich ist.

Segan L et al. Withdrawal of heart failure therapy after atrial fibrillation rhythm control with ejection fraction normalization: the WITHDRAW-AF trial. Eur Heart J 2026;47(2):250–262.

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ICD bei nicht ischämischer HFrEF: Schutz vor plötzlichem Herztod, aber kein Überlebensvorteil

Der ICD schützt, aber verlängert nicht das Leben: Langzeitdaten der DANISH-Studie zeigen keinen Effekt auf die Gesamtmortalität bei nicht ischämischer HFrEF – wohl aber einen deutlichen Schutz vor plötzlichem Herztod, besonders bei Jüngeren.

Butt JH et al. Long-Term Effect of ICDs in Nonischemic Heart Failure With Reduced Ejection Fraction: Extended Follow-Up Analysis of DANISH. J Am Coll Cardiol 2025; 86(24):2402–2414.

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Mehr aktuelle Forschung:

Das gleichzeitige Vorliegen von Vorhofflimmern und einer mit Stoffwechselstörungen assoziierten steatotischen Lebererkrankung als Hochrisikokombination für das Auftreten einer Herzinsuffizienz bei älteren Erwachsenen.
Eur J Heart Fail, 10.02.2026

Globale, regionale und nationale Krankheitslast sowie Prognosen für schwere Herzinsuffizienz infolge von hypertensiven, ischämischen und rheumatischen Herzerkrankungen: eine Analyse aus der Global Burden of Disease Study 2021.
Front Cardiovasc Med, 09.03.2026

Lungenultraschallgesteuerte Behandlung bei chronischer Herzinsuffizienz: eine aktualisierte systematische Übersicht und Metaanalyse randomisierter kontrollierter Studien.
Eur Heart J Imaging Methods Pract 2026;4(1):qyag049.

 

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