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Liebe Leserin, lieber Leser,
die Herzinsuffizienz ist in Deutschland der häufigste Grund für eine Hospitalisierung: Mehr als 450.000 Patienten werden hierzulande jährlich wegen einer Herzschwäche im Krankenhaus behandelt. Einige interessante neue Studien zum Thema finden Sie im heutigen Schwerpunkt-Newsletter.
Eine erkenntnisreiche Lektüre wünscht
Ihre Redaktion von Biermann Medizin
Schwerpunkt: Herzinsuffizienz
Magnesium ist essenziell für die Funktion von Kardiomyozyten. Wie bei fast allem gibt es aber auch hier ein zu viel und ein zu wenig. Doch wo genau liegen diese Grenzen bei Patienten mit Herzinsuffizienz? Dieser Frage widmeten sich zwei Studien im „European Heart Journal“. Eine Nachauswertung der randomisierten Studie GALACTIC-HF analysierte den Zusammenhang zwischen Magnesiumspiegeln und Prognose, während eine US-Kohortenstudie den Einfluss einer oralen Supplementierung auf klinische Outcomes untersuchte.
Beide Studien unterstreichen die Bedeutung einer regelmäßigen Kontrolle der Magnesiumspiegel bei Patienten mit Herzinsuffizienz. Denn zu hohe Werte waren mit einem erhöhten Risiko für Herzinsuffizienz-bedingte Hospitalisierungen und kardiovaskulären Tod assoziiert. Hingegen könnte eine Supplementierung bei ausgeprägter Hypomagnesiämie einen gewissen protektiven Effekt haben. Bei mittleren Werten scheint eine pauschale Supplementierung allerdings nicht sinnvoll. Insgesamt fehlen jedoch weiterhin randomisierte kontrollierte Studien, um Wirksamkeit und Sicherheit der Supplementierung verlässlich zu bewerten.
Lesen Sie außerdem im heutigen Newsletter spannende Erkenntnisse zu den Fragen: Sind Betablocker bei komorbider COPD sicher? Kann die Herzinsuffizienz-Medikation nach Rhythmuskontrolle bei VHF-bedingter Kardiomyopathie abgesetzt werden? Und bietet der ICD auch über einen langen Zeitraum einen Überlebensvorteil?
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