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Montag, 22. September 2025

Liebe Leserin, lieber Leser,
 
dieses Mal widmen wir uns in unserem Schwerpunkt-Newsletter neuen Erkenntnissen zur Chronischen Nierenkrankheit (CKD), der damit einhergehenden Anämie und dem Thema Dialyse.
 
Wir wünschen Ihnen eine aufschlussreiche Lektüre und freuen uns über Ihr Feedback unter [email protected].
 
Ihre Redaktion von Biermann Medizin

 

Heutige Schwerpunkte: Chronische Nierenkrankheit, Anämie, Dialyse

Zwar ist in den Empfehlungen, die die Deutsche Nierenstiftung für Patienten mit Chronischer Nierenkrankheit (CKD) zusammengefasst hat, von Tee nicht explizit die Rede – laut einer aktuellen Studie könnte dieses spezielle Getränk sich aber günstig auf Betroffene auswirken. Chinesische Wissenschaftler haben in einer von ihnen untersuchten CKD-Population einen Vorteil bezüglich der Gesamtmortalität und der Sterblichkeit aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen beobachtet. Dabei spielten sowohl die konsumierte Menge als auch die Art des Tees eine Rolle.

Ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse haben US-Forschende bei CKD-Patienten festgestellt, die eine Behandlung mit Antidiabetika (SGLT2-Hemmer, GLP-1-RAs) abbrechen. Zusammenhänge wurden auch mit Krankenhausaufenthalten wegen Herzinsuffizienz und ischämischem Schlaganfall erkannt.

In weiteren Beiträgen berichten wir über Hämodialysepatienten mit renaler Anämie und den Effekt einer hohen bzw. niedrigen Eisendosierung bei dieser Personengruppe sowie darüber, worin sich die C3-Glomerulopathie im Erwachsenenalter von der bei Kindern unterscheidet. Und welche Faktoren spielen eine Rolle, wenn ältere Nierenpatienten sich zwischen einer Dialyse und einer medikamentösen Behandlung entscheiden können? Studienautoren aus Großbritannien und Australien haben dazu ein Experiment durchgeführt.

 

Neueste Studien zum Thema:

 
 

Teekonsum von CKD-Patienten: Verminderte Sterblichkeit durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Tee ist eines der am häufigsten konsumierten Getränke weltweit, mit einem geschätzten Gesamtkonsum von mehr als zwei Milliarden Tassen pro Tag. Wie sieht es mit gesundheitlichen Vorteilen des Teekonsums bei Patienten mit Chronischer Nierenkrankheit (CKD) aus?

Li J et al. Association of tea consumption with all-cause/cardiovascular disease mortality in the chronic kidney disease population: an assessment of participation in the national cohort. Ren Fail 2025;47(1):2449578.

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Erste zugelassene Therapie für C3G – FABHALTA®

Der orale Komplement-Inhibitor FABHALTA® hemmt selektiv den bei C3-Glomerulopathie (C3G) überaktivierten alternativen Signalweg im Komplementsystem.1,2 Damit ist erstmals eine Therapie für die seltene und chronisch-progrediente Nierenkrankheit zugelassen, die sich meist bereits bei jungen Erwachsenen manifestiert.1,3,4

Referenzen & Pflichtangaben

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Chronische Nierenkrankheit: Erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse durch Absetzen von Antidiabetika

Es ist bekannt, dass bei Patienten mit Chronischer Nierenkrankheit (CKD), die eine Therapie mit Natrium-Glukose-Cotransporter-2-(SGLT2)-Hemmern oder Glucagon-like Peptide-1-Rezeptor-Agonisten (GLP-1 RAs) erhalten, die Behandlung häufig abgebrochen wird. Wie sich das aber auf die Behandlungsergebnisse auswirkt, ist noch nicht zur Genüge erforscht worden.

Gregg LP et al. Sodium-Glucose Cotransporter-2 Inhibitor and Glucagon-Like Peptide-1 Receptor Agonist Discontinuation in Patients with CKD. J Am Soc Nephrol 2025;36(1):87–98.

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DGfN 2025: Stadapharm lädt zu spannenden
Symposien ein

Nephrologie ganzheitlich denken – unter diesem Motto präsentiert Stadapharm auf dem diesjährigen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie die Symposien „IgA-Nephropathie. Auf der Suche nach dem idealen Biomarker“ und „Schmerzen, Restless Legs, Juckreiz – Cannabinoide zur Symptomkontrolle bei Nierenpatienten“. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und einen Besuch am Stand 64.

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Hämodialysepatienten mit renaler Anämie: Hochdosiertes Eisen besser als niedrigdosiertes

Hämodialysepatienten weisen häufig eine renale Anämie auf. Dabei ist hochdosiertes Eisen, das intravenös verabreicht wird, eine wichtige Behandlungsoption. Zur Überprüfung der Behandlungseffekte und kardiovaskulärer Ereignisse führten kürzlich Wissenschaftler einen systematischen Review und eine Meta-Analyse durch.

Zhang S et al. The treatment effects and cardiovascular events of high-dose intravenous iron for hemodialysis patients with renal anemia: A systematic review and meta-analysis. Chronic Illn 2024;20(2):221–232.

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C3-Glomerulopathie bei Kindern: Verlauf günstiger als bei Erwachsenen

Die C3-Glomerulopathie (C3G) ist eine seltene Erkrankung, die durch eine Dysregulation des alternativen Komplementwegs bei glomerulären Erkrankungen gekennzeichnet ist. Italienische Wissenschaftler bestätigen jetzt, dass die C3G bei Kindern im Vergleich zu Erwachsenen einen günstigeren Verlauf hat.

Cappoli A et al. C3 glomerulopathy in children: a European longitudinal study evaluating outcome. Pediatr Nephrol 2025;40(4):979–986.

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Entscheidung älterer Patienten für Dialyse oder medikamentöse Therapie: Abhängigkeit von unterschiedlichen Zielen und Werten

Kommt es bei älteren Menschen zu einem Nierenversagen, haben sie oft zunächst die Möglichkeit, sich für eine Dialyse oder eine konservative Behandlung zu entscheiden. Doch welche Präferenzen liegen dieser Entscheidung zugrunde? Mit dieser Frage beschäftigte sich kürzlich ein Team britischer Wissenschaftler.

Hole B et al. A choice experiment of older patients‘ preferences for kidney failure treatments. Kidney Int 2025 ;107(1):130–142.

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Mehr aktuelle Forschung:

Darmmikrobiom als Werkzeug für die Vorhersage von Outcomes bei Immunglobulin-A-Nephropathie
Ren Fail 2025;47(1):2514184.

Stimmt es, dass eine schlechtere Kontrolle der Parathormonspiegel bei Patienten mit Chronischer Nierenkrankheit mit geringeren Konzentrationen proinflammatorischer Zytokine assoziiert ist?
Ann Med 2025 Dec;57(1):2541080.

Therapieeffekte auf Proteinurie und geschätzte glomeruläre Filtrationsrate bei Immunglobulin-A-Nephropathie: Metaanalyse randomisierter Studien
Clin J Am Soc Nephrol, 10.09.2025

Höhere Depressionswerte stehen bei Personen mit Chronischer Nierenkrankheit in Zusammenhang mit der Gesamtmortalität. Eine prospektive Studie auf Basis der NHANES Datenbank.
J Affect Disord 2025;390:119785.

 

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