Pflanzenbetonte Ernährung könnte Gewichtszunahme in den Wechseljahren begrenzen19. August 2026 Symbolbild © ArtFocus Studio/stock.adobe.com Eine Ernährung mit niedrigem insulinogenem Potenzial sowie die sogenannte Planetary Health Diet waren in einer neuen Studie mit einer geringeren Gewichtszunahme und einem niedrigeren Adipositasrisiko in den Wechseljahren assoziiert. Für die Analyse wurden Daten von 38.283 Frauen aus der Nurses’ Health Study II ausgewertet, die über einen Zeitraum von zwölf Jahren rund um den Zeitpunkt der Menopause beobachtet wurden. Das mittlere Alter zu Studienbeginn betrug 45,6 Jahre. Die Ernährungsgewohnheiten wurden alle vier Jahre mithilfe validierter Ernährungsfragebögen erfasst. Verglichen wurden insgesamt zwölf Ernährungsmuster, darunter verschiedene pflanzenbasierte Ernährungsformen, die mediterrane Ernährung, die DASH-Diät (Diätetischer Ansatz zum Stopp von Hochdruck), die Planetary Health Diet, unterschiedliche Low-Carb-Ernährungsweisen sowie Ernährungsmuster mit hohem entzündlichem oder insulinogenem Potenzial. Geringere Gewichtszunahme bei niedrigem insulinogenem Potenzial Im Studienverlauf nahmen die Teilnehmerinnen durchschnittlich 0,8 kg pro Jahr zu. Während insgesamt 340.122 Personenjahren entwickelten 5.214 Frauen eine Adipositas. Nach Adjustierung für potenzielle Störfaktoren wie Alter, Ethnie, Familienstand, Einkommen, Hormonersatztherapie, Parität, Rauchen, Alkoholkonsum, Energieaufnahme, körperliche Aktivität und Ausgangs-BMI war ein Ernährungsmuster mit niedrigem insulinogem Potenzial mit der geringsten jährlichen Gewichtszunahme während der Wechseljahre assoziiert. Im Vergleich zwischen dem höchsten und niedrigsten Quintil betrug der Unterschied durchschnittlich −0,28 kg pro Jahr (95%-KI −0,30 bis −0,26). Planetary Health Diet zeigt niedrigstes Adipositasrisiko Das geringste Risiko für eine neu auftretende Adipositas zeigte sich bei hoher Adhärenz zur Planetary Health Diet (HR 0,46; 95%-KI 0,42–0,51). Auch ein Ernährungsmuster mit niedrigem insulinogenem Potenzial war mit einem deutlich geringeren Adipositasrisiko verbunden (HR 0,51; 95%-KI 0,46–0,56). Eine Ernährung mit hohem insulinförderndem Potenzial war durch einen höheren Anteil an rotem und verarbeitetem Fleisch, Natrium sowie Kartoffeln und Pommes gekennzeichnet. Die Planetary Health Diet zeichnete sich dagegen durch einen höheren Verzehr von Nüssen, ungesättigten Fettsäuren, Vollkornprodukten und pflanzlichen Proteinquellen aus. Die Autoren schlussfolgern, dass Ernährungsweisen mit geringem insulinogenen Potenzial und hoher Übereinstimmung mit der Planetary Health Diet während der Wechseljahre mit einer günstigeren Gewichtsentwicklung und einem geringeren Adipositasrisiko assoziiert waren. (lj/BIERMANN) Auch interessant zu dem Thema: Genetisches Risiko beeinflusst Gewichtszunahme nach der Menopause
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