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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Onkologie,
wie schon in den vergangenen zwei Wochen stehen auch heute aktuelle Studienergebnisse von der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO), die Anfang Juni in Chicago zu Ende gegangen ist, im Mittelpunkt. Den Schwerpunkt bilden diesmal Meldungen rund um das Mammakarzinom. So belegen aktuelle Ergebnisse der Studie ASCENT-04/KEYNOTE-D19, dass Sacituzumab Govitecan plus Pembrolizumab versus Chemotherapie plus Pembrolizumab beim inoperablen, lokal fortgeschrittenen oder metastasierten PD-L1-positiven triple-negativen Brustkrebs ein längeres progressionsfreies Überleben (PFS) ermöglicht.
Liegt hingegen vorbehandelter Hormonrezeptor-positiver, HER2-negativer fortgeschrittener Brustkrebs mit PIK3CA-Mutation vor, kann laut Befunden aus der Phase-III-Studie INAVO120 der Zusatz von Inavolisib zu Palbociclib und Fulvestrant das Überleben verlängern und den Zeitraum bis zur Chemotherapie verzögern.
Ein Mammakarzinom, das als HER2-null beurteilt wird, ist laut Wissenschaftlern in fast zwei Drittel der Fälle HER2-low oder HER2-ultralow. Damit eröffnen sich neue, HER2-gerichtete Therapieoptionen. Mithilfe der von Künstlicher Intelligenz gestützten digitalen Trainingsplattform ComPath Academy lässt sich Brustkrebs mit niedriger HER2-Expression genauer klassifizieren.
Mit dem vorbehandelten Östrogenrezeptor-positiven, HER2-negativen fortgeschrittenen Mammakarzinom mit einer ESR1-Mutation hat sich die VERITAC-2-Studie beschäftigt. Demnach kann die PROTAC Vepdegestrant das PFS betroffener Frauen verlängern. PROTAC steht dabei für Proteolyse-Targeting-Chimäre.
Mehr über diese und weitere aktuelle Studienergebnisse finden Sie in diesem Newsletter, auf unserem Nachrichtenportal oder in unserer Zeitschrift „Kompakt Onkologie“.
Ich wünsche Ihnen eine angenehme Sommerwoche!
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