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Liebe Leserinnen und Leser,
in den vergangenen Tagen hat die große Hitze viele Themen an den Rand gedrängt. Eines allerdings drängte sich mir förmlich auf: KI-Agenten bzw. agentische KI. Da ich kein TikTok nutze, sind mir offenbar viele Videos von Menschen entgangen, die ihre Verpflichtungen von einer Künstlichen Intelligenz (KI) erledigen lassen und sich selbst den schönen Seiten des Lebens widmen. Davon angeregt hatte ein ZEIT-Journalist seinen persönlichen KI-Agenten geschaffen und kam nach dem Experiment zu dem Schluss, dass es leider für ihn selbst nicht gut aussieht … (Dossier vom 11.06.2026, S.13)
Der lesenswerte Artikel ließ mich bei einer abendlichen Erfrischung im Biergarten im Gespräch mit einem Neurologen spekulieren, was denn KI-Agenten zum Beispiel für Tumorkonferenzen erledigen könnten. Doch offenbar haben Experten sich darüber schon länger Gedanken gemacht, denn gleich am nächsten Morgen hatte ich das Fokus-Papier der Leopoldina zum Thema „Agentische KI im Gesundheitssystem: Chancen und Herausforderungen“ frisch publiziert auf dem Bildschirm. Zu den Autoren zählt Prof. Heyo K. Kroemer, Vorstandsvorsitzender der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Seine klare Einschätzung: „Das ist keine Option, sondern etwas, das wir machen müssen.“
Der Fokus-Gruppe gehören unter anderem auch Prof. Michael Baumann, Wissenschaftlicher Vorstand des Deutschen Krebsforschungszentrums, Prof. Michael Hallek, stellvertretender Direktor des Centrums für Integrierte Onkologie (CIO) Aachen Bonn Köln Düsseldorf, und Prof. Barbara Wollenberg vom Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München an. Die Lektüre des kostenlos verfügbaren Artikels kann ich nur empfehlen, eines der Anwendungsbeispiele betrifft die Onkologie. Meiner persönlichen (Laien-)Einschätzung nach wird die (agentische) KI unsere (Arbeits-)Welt ähnlich umkrempeln wie zuvor das Internet.
Doch zurück zum Alltag. Moderne onkologische Therapien haben leider nicht selten eine gewisse Kardiotoxizität im Gepäck. Auf dem Cardio-Oncology-Kongress der European Society of Cardiology (ESC) wurde eine Metaanalyse dazu vorgestellt, wie bzw. welche Herzinsuffizienz-Medikamente das Herz der Krebspatienten schützen können. Laut Studienleiter Dr. Wouter Meijers bestätigen die Studienergebnisse, dass die in den ESC-Leitlinien bei Herzinsuffizienz empfohlenen Therapien – insbesondere eine Kombination aus RAAS-Hemmern und Betablockern – die Herzfunktion unter Krebstherapien schützen können.
Mehr zu diesen und weiteren Themen finden Sie in diesem Newsletter, auf unserem Nachrichtenportal sowie in unserer Zeitschrift KOMPAKT ONKOLOGIE. Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre und eine sonnige Woche!
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