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Freitag, 28. Oktober 2025

Liebe Leserin, lieber Leser,

dieses Mal dreht sich in unserem Schwerpunkt-Newsletter alles um Arrhythmien.

Wir wünschen Ihnen eine aufschlussreiche Lektüre und freuen uns über Ihr Feedback unter [email protected].

Ihre Redaktion von Biermann Medizin

Schwerpunkt: Herzrhythmusstörungen


Herzrhythmusstörungen bleiben eine der dynamischsten Herausforderungen der modernen Kardiologie. Von der Schlaganfallprophylaxe über die Katheterablation bis hin zu implantierbaren Defibrillatoren werden die Grenzen etablierter Strategien derzeit neu vermessen. Fünf aktuelle Studien liefern hierzu bemerkenswerte Impulse.
 
So untersucht eine in „The Lancet“ publizierte Metaanalyse, ob eine frühzeitige Gabe direkter oraler Antikoagulanzien (DOAK) nach ischämischem Schlaganfall das Risiko eines Rezidivs wirksam senken kann. Ebenfalls um den richtigen Zeitpunkt geht es in einer „JAMA“-Studie zur oralen Antikoagulation nach erfolgreicher Katheterablation. Darf die Therapie beendet werden, wenn kein Vorhofflimmern mehr nachweisbar ist? Eine „JACC“-Studie verglich indes die Wirksamkeit einer Katheterablation mit einer Kombination aus Lebensstilmodifikation und Antiarrhythmika bei übergewichtigen Vorhofflimmer-Patienten. Im Ergebnis zeigte sich ein klarer Favorit.
 
Auch die Gerätetherapie steht auf dem Prüfstand: Eine weitere Studie in „JACC“ hinterfragt den Nutzen der routinemäßigen Defibrillationstestung bei subkutanen ICDs, während eine Studie in „Circulation“ den Langzeitvergleich zwischen transvenösen und subkutanen Systemen hinsichtlich der Komplikationsraten liefert.
 

Neueste Studien zum Thema:

 
 

Orale Antikoagulation nach erfolgreicher Katheterablation: Beenden oder fortführen?

Sollten Patienten, bei denen es für mindestens ein Jahr nach einer Katheterablation zu keinem erneuten Auftreten von Vorhofarrhythmien kommt, dennoch weiterhin eine orale Antikoagulation (OAK) erhalten?

Kim D et al. Long-Term Anticoagulation Discontinuation After Catheter Ablation for Atrial Fibrillation: The ALONE-AF Randomized Clinical Trial. JAMA 2025;334;(14):1246-1254.

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Gibt es Versorgungslücken in der
HFrEF-Therapie?

Diese Frage beantwortet die CONNECT-HF-Studie, die die klinische Routineversorgung von erwachsenen HFrEF-Patient*innen in Deutschland untersuchte.1 Diese ersten RWE-Daten zeigen, dass die Leitlinien-empfohlene 4-Säulen-Therapie2 noch nicht flächendeckend umgesetzt wird. Mit ENTRESTO® (Element der 4-Säulen-Therapie) ließ sich jedoch ein deutlicher Shift hin zu NYHA-Klasse I/II erreichen.3

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Verhinderung eines Schlaganfallrezidivs bei Vorhofflimmer-Patienten: Frühe DOAK-Einleitung vorteilhaft

Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Einleitung einer direkten oralen Antikoagulation (DOAK), um bei Menschen mit akutem ischä­mischen Schlaganfall und Vorhofflimmern (VHF) ein frühes Schlaganfallrezidiv zu verhindern? Das untersuchten Forscher in der Metaanalyse CATALYST.

Dehbi HM et al. Collaboration on the optimal timing of anticoagulation after ischaemic stroke and atrial fibrillation: a systematic review and prospective individual participant data meta-analysis of randomised controlled trials (CATALYST). Lancet 2025;406(10498):43–51.

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Kardiale Amyloidose: Was für Patient:innen
wirklich zählt

Nur Tafamidis 61 mg (Vyndaqel®)* reduziert die Gesamtmortalität signifikant nach 30 Monaten**, 1 und bewahrt die Lebensqualität bereits nach 6 Monaten**, 2 mit anhaltendem Vorteil über mehr als 5 Jahre.‡,#, 3,4 Erfahren Sie mehr zu den Vorteilen der 1x tgl. oralen Therapie!1

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Vorhofflimmern bei Übergewichtigen: Katheterablation schlägt Lifestyle-Modifikation plus Antiarrhythmika

Kann bei adipösen Patien­ten mit Vorhofflimmern (VHF) eine Katheterablation umgangen werden, indem stattdessen Lifestyle-Modifikationen sowie eine Behandlung mit Antiarrhythmika vorgenommen werden?

Osmancik P et al. Catheter Ablation vs Lifestyle Modification With Antiarrhythmic Drugs to Treat Atrial Fibrillation: PRAGUE-25 Trial. J Am Coll Cardiol 2025;86(1):18–28.

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Implantation eines subkutanen Defibrillators: Standardmäßige Defibrillationstestung wohl überflüssig

Auf die standardmäßige Defibrillations­testung (DT) bei Implantation eines subkutanen Kardioverter-Defibrillators (s-ICD) kann laut einer Beobachtungsstudie aus Frankreich vermutlich sicher verzichtet werden.

Kerkouri F et al. Defibrillation Testing During Implantation of Subcutaneous Implantable Cardioverter Defibrillators. J Am Coll Cardiol 2025;86(1):32–45.

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Langzeitvergleich von transvenösem und subkutanem Defibrillator

Laut einem aktuellen Langzeitvergleich kommt es bei transvenös implantierten Kardio­verter-Defibrillatoren (ICDs) häufiger zu schweren sowie Elektroden-assoziierten Komplikationen als bei subkutanen ICDs.

Olde Nordkamp LRA et al. Device-Related Complications in Transvenous Versus Subcutaneous Defibrillator Therapy During Long-Term Follow-Up: The PRAETORIAN-XL Trial.

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Mehr aktuelle Forschung:

Auswirkungen von SGLT2-Hemmern auf das Wiederauftreten von Vorhofflimmern nach Katheterablation bei Patienten mit Typ-2-Diabetes in den Vereinigten Staaten: eine TriNetX-Datenbankstudie.
J Interv Card Electrophysiol, 24.10.2025

Kausaler Zusammenhang zwischen Schizophrenie und Tachyarrhythmie: Eine Mendelsche Randomisierungsstudie basierend auf einer europäischen Population.
Medicine (Baltimore) 2025;104(43):e42592.

Maschinelles Lernen zur Bewertung des Risikos einer medikamenteninduzierten QT-Zeit-Verlängerung zum Zeitpunkt der Verschreibung.
Heart Rhythm, 23.10.2025

Nächtliche Lichtexposition und Häufigkeit von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
JAMA Netw Open 2025;8(10):e2539031.

 

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