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Liebe Leserin, lieber Leser,
in unserem besonderen Schwerpunkt-Newsletter geht es dieses Mal um die hämatologische Onkologie und die Immuntherapie.
Wir wünschen Ihnen eine aufschlussreiche Lektüre und freuen uns über Ihr Feedback unter [email protected].
Ihre Redaktion von Biermann Medizin
Heutiger Schwerpunkt: Hämatologische Onkologie, Immuntherapie
Willkommen zu unserer neuesten Ausgabe des Newsletters, in der wir Ihnen aktuelle Entwicklungen aus den Bereichen hämatologische Onkologie und Immuntherapie präsentieren. So stellen Wissenschaftler um Seniorautor Prof. Matteo G. Della Porta ein Klassifizierungssystem für Myelodysplastische Syndrome (MDS) vor. Den Autoren zufolge ist es mit einem datengesteuerten Ansatz gelungen, die aktuellen MDS-Klassifikationen effizient zu harmonisieren und eine Referenz für die Patientenbehandlung in einem realen Setting zu bieten.
Leukämien und Lymphome treffen bekanntlich nicht nur alte Menschen. Was passiert, wenn die Krankheit in der Schwangerschaft zuschlägt? Dieser Frage ging eine landesweite französische Beobachtungsstudie nach. Pierre Pinson und seine Kollegen fanden keinen signifikanten Unterschied im Gesamtüberleben zwischen Betroffenen und Frauen, bei denen die Diagnose erst nach der Schwangerschaft gestellt wurde, allerdings mehr schwere mütterliche Morbidität und geburtshilfliche Komplikationen. Auch sexuell übertragbare Infektionen betreffen den ein oder anderen Patienten mit einer malignen hämatologischen Erkrankung. In einem Review beleuchten Wissenschaftler um Dr. Tamim Alsuliman Zusammenhänge, Schutzmaßnahmen und Impfstoffe.
Erfolge mit dem Zusatz von Isatuximab zu Bortezomib, Lenalidomid und Dexamethason (VRd) für die Erstlinie beim neu diagnostiziertem Multiplen Myelom kann die IMROZ-Studie belegen. Sowohl die geschätzte Rate des progressionsfreien Überlebens nach 60 Monaten als auch der Prozentsatz der Patienten mit einer Komplettremission oder besser fielen in der Isatuximab-VRd-Gruppe signifikant höher aus als in der VRd-Gruppe, ebenso der Prozentsatz jener mit Komplettremission ohne minimale Resterkrankung.
Mit der neoadjuvanten Behandlung mit Immuncheckpoint-Inhibitoren bei Leberkrebs beschäftigt sich ein Team um Dr. Antonio D‘Alessio vom Imperial College London, Großbritannien. Seinen Befunden zufolge kann das Ausmaß der Tumorregression Patienten mit einem verbesserten rezidivfreien Überleben nach der Leberresektion identifizieren. Eine andere Studie belegt, dass bei Leberkrebs-Patienten, die nach einer lokoregionalen plus Immuntherapie eine Komplettremission zeigen, die Chancen auf ein langfristiges Überleben steigen.
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